Kürzlich fand im Bamberger Amthof die symbolische Schlüsselübergabe der Musikschule Feldkirchen-Patergassen statt. Anlass war die Verabschiedung des langjährigen Direktors Horst Baumgartner in den Ruhestand. Den Taktstock übernimmt nun sein Nachfolger Christian Duss.
Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Amthof und ein beeindruckendes Konzert aller Musikschullehrer:innen, die die gesamte Bandbreite ihres musikalischen Könnens präsentierten – von Klassik bis Jazz – war die feierliche Kulisse der Schlüsselübergabe und zugleich ein würdiger wie emotionaler Abschied des langjährigen Musikschuldirektors Horst Baumgartner in den wohlverdienten Ruhestand. Ihm folgt der 45-jährige Trompeter und Musikpädagoge Christian Duss nach: „Wenn man in große Fußstapfen tritt, braucht man eine Weile, um eigene zu schaffen. Ich freue mich, diese tolle Schule und das hochmotivierte Team übernehmen zu dürfen. Viele innovative Projekte sind dank Horst Baumgartner bereits am Laufen!“
Emotionaler Abschied
Die gesamte Lehrerschaft überraschte Baumgartner zudem mit einem netten, selbst komponierten und getexteten Ständchen, das vielfach zu Tränen rührte. Auch Feldkirchens Bürgermeister Martin Treffner sowie Ebene Reichenaus Bürgermeister Karl Lessiak, in Patergassen unterhält die Musikschule ebenfalls einen Standort, sowie Gernot Ogris vom Land Kärnten brachten dem scheidenden Musikschuldirektor Horst Baumgartner ihre Wertschätzung für sein jahrzehntelanges Tun und Wirken entgegen und wünschten seinem Nachfolger einen erfolgreichen Start.
Musik im Herzen
Seit 2001, also rund 25 Jahre lang, leitete Horst Baumgartner die Musikschule Feldkirchen-Patergassen, insgesamt war er über 40 Jahre als Musikschullehrer tätig. Der vielfach ausgezeichnete Musiker – unter anderem Träger der Ehrennadel und einer Ehrenprofessur – blickt dankbar zurück: „Es war eine Freude, die Entwicklung der Musikschule miterleben und mitgestalten zu dürfen. Als 1973 alles mit Alois Vierbach und 48 Schülern begann, war ich selbst bereits als Schüler dabei. Heute verzeichnen wir mit 780 Schüler:innen und 30 Lehrenden einen historischen Höchststand. Es freut mich sehr, dass so viele Menschen musikalisch aktiv sind und gemeinsam musizieren. Das spiegelt auch die Bedeutung und den Stellenwert der Musikschule wider, gerade in Zeiten, in denen die Musik im normalen Schulalltag zunehmend an Gewicht verliert!“
Nun freut sich der Vollblutmusiker auf seine wohlverdiente Freizeit – darauf, „den Kopf für sich selbst und andere Dinge frei zu haben“ und das Leben künftig weniger durchzuplanen.
Fotos: aufgeschnappt.at/Egon Rutter

