Gut, sauber, fair – Albeck ist 10. Kärntner Slow Food Gemeinde

Gut, sauber, fair – Albeck ist 10. Kärntner Slow Food Gemeinde

Nachhaltige Ernährung, regionale Esskultur, respektvolles Miteinander: Albeck ist nun Slow Food Village. Das zehnte in ganz Kärnten. Kurzerhand wurde dafür der Markttag am 9. Oktober zum Festtag erhoben. Prominenz stellte sich ein, die 3 Wilderer spielten zünftig auf und einige der insgesamt 23 Slow Food Betriebe boten allerhand Köstlichkeiten an.

„Slow Food ist eine Haltung und kein Marketing-Gag!“, betont Gottfried Bachler, Obmann Slow Food Kärnten, der selbst viele Jahre in Albeck lebte. Man kann diese Lebensphilosophie mit den Schlagworten „gut, sauber, fair“ umreißen: So muss das produzierte Lebensmittel dem Menschen gut tun. Der Produzent muss in seiner gesamten Herstellungskette nachhaltig arbeiten. Und schlussendlich muss der Preis so gestaltet sein, dass der Hersteller auch davon Leben kann. Mit dem wichtigsten Satz von Slow Food Gründer Carlo Petrini, mit dem Bachler persönlich gut befreundet ist, schließt er: „Der Konsument ist ein Koproduzent! Das heißt: Mit jedem Griff ins Regal akzeptieren wir auch die Art der Herstellung!“

Natur ist Lehrmeisterin

Die treibende Kraft hinter dieser Auszeichnung ist Alt-Bürgermeisterin Annegret Zarre, der erst kürzlich das große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen wurde und die dieses Projekt mit viel Engagement und Herzblut vorantrieb, tatkräftig unterstützt von Slow Food Projektleiter Eckart Mandler. „Es ist ein schöner und erbauender Augenblick, dass wir in diese Gemeinschaft aufgenommen werden. Die Natur ist uns Vorbild und Lehrmeisterin. Wir konzentrieren uns bei unseren Produkten auf das Ursprüngliche, was den Charakter und das Wesen unserer Region ausmacht“, betont Annegret Zarre. Über die Aufnahme ins Slow Food Village zeigte sich auch Bürgermeister Wilfried Mödritscher begeistert: „Ich bin unwahrscheinlich stolz, diese Auszeichnung in Empfang nehmen zu dürfen! Vor allem deswegen, weil es zeigt, wieviel gute und vor allem handwerklich hergestellte Lebensmittel es bei uns noch gibt.“ Im Rahmen des Festaktes wurde Mödritscher auch eine wunderschön gestaltete Holzbank von der Altholzmanufaktur Felix Bretis übergeben. Abschließend erklärte Agrar-Landesrat Martin Gruber: „Die Bevölkerung besinnt sich wieder auf das zurück, worum es wirklich geht: Auf Regionales, Traditionelles, Wirtschaften und Veredeln von Produkten.“ Im Festbereich gesichtet: TrendEvent Alfred Schretter, SHL Hochrindl Lifte GmbH Alexandra Bresztowanszky, Hobby-Schnitzer Alfred Schneeberger, Fischzüchter Markus Payr u. v. a.

Slow Food

Slow Food ist eine internationale Bewegung, die vom Italiener Carlo Petrini 1986 gegründet wurde, in 180 Ländern existiert, 1,5 Mio. Mitglieder zählt und in der Nähe von Turin eine eigene Universität betreibt. Slow Food steht für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und stellt eine Gegenbewegung zum Fast Food Trend der letzten Jahre dar.

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