Ein kleiner Bub, ein großer Schmerz – und ein Fest mit Herz

Ein kleiner Bub, ein großer Schmerz – und ein Fest mit Herz

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Entstanden aus einem schweren Schicksalsschlag entwickelte sich das Glanhofener Frühlingsfest zu einer der größten Benefizveranstaltung des Landes.

Manchmal beginnt eine große Geschichte dort, wo Worte eigentlich nicht mehr reichen. So auch in Glanhofen – mit einem Schicksal, das tiefer kaum hätte einschlagen können: Philipp, der kleine Sohn eines Mitarbeiters der Firma Schöller, erkrankte im Alter von nur zwei Jahren an Leukämie. Zwei Jahre später verlor er seinen Kampf gegen die Krankheit. Zurück blieb eine Familie, die getragen wurde – von der Kärntner Kinderkrebshilfe, die in einer der dunkelsten Zeiten mit Hilfe, Trost und finanzieller Unterstützung zur Seite stand.

Aus genau dieser Erfahrung erwuchs eine Idee, die heute weit über Kärnten hinausstrahlt. Initiator Martin Treffner wollte etwas zurückgeben. Nicht symbolisch, nicht klein gedacht – sondern in Form eines Festes, das Menschen verbindet und konkret hilft. 1995 wurde in Glanhofen das erste Frühlingsfest zugunsten der Kärntner Kinderkrebshilfe geboren.

Vom Fest zum Event

Der Anfang war fast bescheiden: ein Fest beim Peterwirt, eine Bühne, eine einzige Musikgruppe – „Die Feldkirchner“. Und doch lag schon damals etwas in der Luft, das größer werden wollte. 7.485 Euro kamen beim Premierenabend zusammen – ein Betrag, der damals wie ein Versprechen wirkte.

Dieses Versprechen hat sich eingelöst. Und wie…

Mit jedem Jahr wuchs das Frühlingsfest: mehr Musik, mehr Besucher, mehr Energie. Aus einer Bühne wurde ein Festivalgelände, aus einem Abend ein Fixpunkt im Kärntner Veranstaltungskalender. Heute strömen tausende Menschen nach Glanhofen. Internationale Showgrößen treffen auf heimische Publikumslieblinge, Volksmusik auf Schlager, Nachwuchstalente auf etablierte Stars. Und doch gehören ebenso die lokalen Musikvereine, Schulen und Kindergärten dazu, die dem Event seine besondere Nähe und Wärme geben. Jeder Handgriff, jede Stunde, jede Idee fließt in ein Ziel: Kindern und Familien zu helfen, die plötzlich selbst in eine Ausnahmesituation geraten.

Hand in Hand

Trotz aller Größe ist das Frühlingsfest nie zu einem anonymen Großevent geworden. Im Gegenteil: Sein Herz schlägt leise, aber beständig – getragen von über 300 freiwilligen Helferinnen und Helfern, Vereinen, Sponsoren und einer ganzen Gemeinde, die jedes Jahr zusammenrückt.

Mehr als nur Zahlen

Die Bilanz der vergangenen Jahrzehnte liest sich beeindruckend, fast schon surreal: Von den ersten 7.485 Euro bis zu Reinerlösen von über 100.000 Euro pro Veranstaltung. Insgesamt konnten bereits 683.700 Euro an die Kärntner Kinderkrebshilfe übergeben werden. Doch hinter jeder Zahl steht kein Betrag – sondern ein Stück Entlastung, ein Moment Hoffnung, manchmal auch ein kleines Aufatmen in einer schweren Zeit.

Jetzt wird Glanhofen erneut zum Treffpunkt. Zum 15. Mal steht das Frühlingsfest ganz im Zeichen der Hilfe – und der Erinnerung daran, dass aus einem schweren Verlust etwas entstanden ist, das viele trägt.

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Über den Author

Mag. Sabine Dlugaszewicz
Chef-Redakteurin , Anzeigenverkauf, Werbe- & Produkttexte

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