Nachhaltig denken, regional handeln: SPARE bringt neue Impulse

Nachhaltig denken, regional handeln: SPARE bringt neue Impulse

Klaus Hanke (Projektleiter für den Projektpartner wood kplus), Ilaria Marcolin (Leitung Gesamtprojekt) und Tiebelstadt-Bürgermeister Martin Treffner

Am 27. März wurde im Walluschnig-Saal in Feldkirchen das Interreg-Projekt SPARE feierlich abgeschlossen. Über 27 Monate hinweg arbeiteten Partner aus Österreich und Italien an nachhaltigen Lösungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft – mit besonderem Fokus auf den nachwachsenden Rohstoff Hanf. Ziel des Projekts war es, neue Anwendungen zu entwickeln und Forschungsergebnisse in die Praxis zu bringen. Unternehmen sollen dadurch unterstützt werden, nachhaltige Materialien verstärkt einzusetzen und daraus wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren. Insgesamt standen rund 800.000 Euro zur Verfügung, ein Großteil davon wurde durch EU-Fördermittel finanziert.

Nachhaltige Ideen mit konkreter Umsetzung

„Unser Ziel ist es, die Welt ein Stück besser zu machen und zu zeigen, wo nachwachsende Rohstoffe sinnvoll eingesetzt werden können“, erklärt Projektleiter Klaus Hanke vom Holz-Kompetenzzentrum wood k plus mit Standort in St. Veit. „Hanf ist dabei besonders spannend, weil er regional verfügbar ist und gleichzeitig einen positiven Beitrag fürs Klima leistet.“ Ein besonderer Schwerpunkt lag auf konkreten Anwendungen: So wurden etwa Verkehrsschilder aus Hanffasern als Alternative zu Aluminium entwickelt. Auch im Verpackungsbereich konnten nachhaltige Lösungen aufgezeigt werden. „Wir haben nicht nur Ideen gesammelt, sondern auch konkrete Umsetzungen geschaffen“, betont Hanke.

Vorteile für Umwelt und Energie

In der Energiebranche zeigt Hanf ebenfalls großes Potenzial – etwa als umweltfreundliches Material für Bauteile von Windkraftanlagen. „Der große Vorteil ist, dass Naturfasern im Gegensatz zu herkömmlichen Materialien keine problematischen Rückstände hinterlassen“, so Hanke. Hanf bietet insgesamt entscheidende Vorteile: Er wächst regional, bindet CO₂ und ist vielseitig einsetzbar. „Wir wollen Materialien ersetzen, die viel Energie in der Herstellung brauchen, und stattdessen auf klimafreundliche Alternativen setzen.“

Blick in die Zukunft

Am Projekt beteiligt waren mehrere Forschungseinrichtungen und Universitäten, die gemeinsam neue Ansätze für nachhaltige Wertschöpfung entwickelten. Die Ergebnisse sollen nun weiterverbreitet und von Unternehmen aufgegriffen werden. Ein Folgeprojekt mit einem Unternehmen aus Feldkirchen steht bereits in den Startlöchern. Zudem sehen die Projektverantwortlichen Chancen im Tourismus, etwa durch die Verbindung von Nachhaltigkeit, Forschung und regionaler Geschichte.

Das SPARE-Projekt zeigt, wie innovative Ideen und regionale Ressourcen dazu beitragen können, eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Wer Fragen, Anregungen oder Ideen zu eigenen Projekten hat, kann sich unter www.wood-kplus.at informieren oder diese direkt per E-Mail an k.hanke@wood-kplus.at senden.


Projekt SPARE – Partner im Überblick

Fondazione De Claricini Dornpacher (Italien)
Leadpartner und Projektinitiator, verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projekts.

Kompetenzzentrum Holz – wood k plus (Österreich, St. Veit/Glan)
Forschung im Bereich nachhaltiger Materialien und Entwicklung innovativer Anwendungen mit nachwachsenden Rohstoffen.

Universität Innsbruck (Österreich)
Wissenschaftliche Arbeiten zur Nutzung von Hanf, insbesondere für neue Materiallösungen.

Universität Triest (Italien)
Fokus auf digitale Anwendungen, etwa im Bereich Monitoring und Analyse mit neuen Technologien.

Centro Consorzi Belluno (Italien)
Unterstützung bei Wissenstransfer, Vernetzung und Verbreitung der Projektergebnisse.


Veranstlatung_pw

Facebook Kommentare