Kärntner Skischulverband startet Pilotprojekt für Kinder-Sicherheits- und Schutzkonzept

Kärntner Skischulverband startet Pilotprojekt für Kinder-Sicherheits- und Schutzkonzept

Der Kärntner Skischulverband (KSSV) setzt gemeinsam mit dem Land Kärnten österreichweit neue Maßstäbe im Kinder- und Jugendschutz. Mit einem verbindlichen Kinder-Sicherheits- und Schutzkonzept (KSK) übernimmt der Verband eine Vorreiterrolle im Skischulwesen.

Der Kärntner Skischulverband führt gemeinsam mit dem Land Kärnten ein neues Kinder-Sicherheits- und Schutzkonzept ein. Es soll dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche in Skischulen bestmöglich geschützt sind. Vorgestellt wurde das Projekt bei einer Pressekonferenz am 26. Jänner 2026 in Bad Kleinkirchheim.

Kärnten ist damit österreichweit Vorreiter. Als erstes Bundesland setzt der Skischulverband ein solches Schutzkonzept verbindlich in der Praxis um. Das Projekt läuft drei Jahre und wird derzeit in drei Skischulen getestet: in St. Oswald/Bad Kleinkirchheim, am Katschberg sowie am Falkert. „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat im Skischulwesen höchste Priorität. Das Kinder-Sicherheits- & Schutzkonzept schafft klare Standards, stärkt die Sensibilität aller Mitarbeitenden und erhöht die Sicherheit
für Kinder, Eltern und Skilehrkräfte. Das Pilotprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Kärntner Skischulen“, erklärt Mag. Josef Gröchenig, Sportjurist und Skischulaufsicht des Landes Kärnten.

Respektvoller Umgang

Im Mittelpunkt steht das Wohl der Kinder. Das Konzept sieht klare Regeln für Skilehrerinnen und Skilehrer vor. Dazu gehören ein respektvoller Umgang, feste Verhaltensregeln, sichere Übungsplätze sowie klare Abläufe bei Pausen, beim Umziehen oder bei Notfällen. Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn er für den Unterricht notwendig ist.

Sicherheit auf der Piste

Auch die Sicherheit auf der Piste spielt eine wichtige Rolle. Einhaltung der FIS-Regeln, Helmpflicht, angepasster Unterricht je nach Können der Kinder, sichere Sammelplätze und besondere Aufmerksamkeit bei Liftfahrten sind Teil des Konzepts. Zusätzlich werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult, unter anderem zu Kinderschutz und Erster Hilfe.

Kärnten ist Vorreiter

Kärnten wurde als Pilotregion gewählt, weil der Großteil der Skischulkundinnen und -kunden Kinder und Jugendliche sind. Das neue Schutzkonzept soll langfristig auf weitere Skischulen ausgeweitet werden und gilt als Vorbild auch für andere Sportarten. „Kinderschutz im Skisport bedeutet, Sicherheit ganzheitlich zu denken – durch Infrastruktur, Ausbildung und Verantwortung. Gesicherte Übungsplätze, richtiges Verhalten auf der Skipiste und kindgerechte Ausrüstung sind zentrale Bausteine, die in Kärntens Skischulen täglich umgesetzt werden“, erklärt Raimund Berger, Skibeauftragter des Landes Kärnten.

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