Der Bogen meiner Brauen ist kein Weg

Der Bogen meiner Brauen ist kein Weg

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Solo-Stück über die Schriftstellerin Hertha Kräftner, dargestellt von der gebürtigen Bleiburgerin Johanna Hainz. Musikalisch begleitet von Stefan Thaler (Kontrabass), Bernie Mallinger (Violine) und Reinhard Wulz (Gesang). Termin: Freitag, 15. Feber, 20 Uhr, Amthof Feldkirchen.

Hertha Kräftner war eine Schriftstellerin, deren Werk sich erst allmählich einem kleinen Leserkreis erschloss. Sie blieb draußen, auch wenn sie Teil der Wiener Literaturszene der Nachkriegszeit war. Wer über sie spricht kommt nicht umhin, ihr Werk vom Ende her, dem Tod, zu bedenken. Geboren am 26. April 1928, gestorben am 13. November 1951, 23-jährig an einer Überdosis Veronal. Heute gilt sie als Inbegriff dessen, was Österreichische Literatur nach 1945 bedeutete. Die Texte, im Besonderen ihre Prosatexte, wirken stets wie Fragmente. Bekannt wurde sie jedoch vor allem durch ihre Gedichte. Ihr Name wird auch im Zusammenhang mit dem Surrealismus genannt, weil sie mit ihren Texten zeigte, dass eine Betrachtung der Realität durch eine surrealistisch geschärfte Brille möglich ist, wodurch konkrete Details umso markanter und erkennbarer hervortreten.

Solo-Stück

Konzept und Regie übernahm Michael Stöckl. In einer szenischen Collage aus Gedichten, Prosatexten, Tagebuchnotizen und Briefauszügen wird das Leben der Schriftstellerin sichtbar, aber auch die Bedingungen der Nachkriegszeit für junge Künstlerinnen und Künstler. Die einzelnen Textbilder werden durch Fragen verbunden und musikalische Passagen leuchten die Texte aus. Zudem treten in Liedern Stimmen in Erscheinung, die dem Gesellschaftsbild jener Zeit nachspüren. So fördert die Erkundung dieses literarischen Nachlasses erstaunliche Parallelen zwischen der Nachkriegszeit und unserer Gegenwart zutage.

T E R M I N

Der Bogen meiner Brauen ist kein Weg

Freitag, 15. Feber, 20 Uhr, Amthof Feldkirchen

www.kultur-forum-amthof.at

 

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