Zwei Defi-Säulen in Feldkirchen helfen Leben retten

Zwei Defi-Säulen in Feldkirchen helfen Leben retten

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Vor der Defi-Säule beim Nimo am Schillerplatz: Anita Freithofnig-Aigner, StR Renate Dielacher, Bezirksstellenleiter Gerhard Mainhard, Engelbert Malle, Notarzt Martin Pirz, Rot Kreuz Präsident Dr. Peter Ambrozy, Geschäftsführer und ärztlicher Dir. Dr. Ernst Benischke (Deutsch Ordens Krankenhaus Friesach), Bürgermeister Martin Treffner, Peter Schiestl, Verena Löschenkohl, Amtsdirektorin Dr. Silvia Schwarz und Manuel Wilhelmer.

Kürzlich wurden in Feldkirchen zwei neue Defi-Säulen enthüllt. Eine befindet sich am Hauptplatz, die zweite am Schillerplatz. Weitere Defi-Säulen sollen folgen. Das Rote Kreuz hat sich zum Ziel gesetzt, Kärnten flächendeckend mit 150 öffentlich zugänglichen Defibrillatoren zu versorgen.

Der Grund dafür ist plausibel wie traurig: In Österreich sterben jährlich rund 12.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Ein Drittel dieser Todesfälle ereignet sich außerhalb von Krankenanstalten. Ist kein Defi zur Stelle, überleben einen solchen Vorfall in Österreich derzeit weniger als fünf Prozent. Damit ist dies die häufigste Todesart in Österreich.

Defi-Säulen in ganz Kärnten

Das Rote Kreuz möchte mit seinem Defi-Programm dafür sorgen, dass das Überleben bei Kreislaufstillständen im öffentlichen Raum wahrscheinlicher und das Leben danach lebenswerter wird. Je schneller Hilfe da ist, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden.

Offizielle Enthüllung

Erst kürzlich fand in Feldkirchen die offizielle Enthüllung der beiden Defi-Säulen, mit Standort Hauptplatz und Schillerplatz, statt. Mit dabei waren u.a. Stadtgemeinde Feldkirchen mit Bürgermeister Martin Treffner, Gesundheitsreferentin StRin Renate Dielacher, das Gesundheitsland Kärnten mit dem Netzwerk der Gesunden Gemeinden, der Geschäftsführer des Krankenhauses des Deutschen Ordens Dr. Ernst Benischke, Rot Kreuz Präsident Dr. Peter Ambrozy mit Bezirksstellenleiter Gerhard Mainhard und Notarzt Martin Pirz sowie die Sponsor-Firma Fischer Edelstahlrohre Austria GmbH.

Rettungskette

„Der wesentliche Vorteil der Säulen gegenüber einem anderen öffentlich zugänglichen Defi, ist die automatische Direktverbindung des Defis zur Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes. Über eine in den Defi integrierte Freisprecheinrichtung erfolgt die unmittelbare Kontaktaufnahme der Rettungsleitstelle mit dem Anwender“, informiert Kärntens Rot Kreuz Präsident Dr. Peter Ambrozy. Ein in das Gerät integriertes GPS sendet der Rettungsleitstelle außerdem immer die aktuellen Standortdaten des Gerätes, so dass die Rettungskräfte direkt zum eingesetzten Gerät dirigiert werden können. Auch dann, wenn es von der Säule entfernt wird. Ein weiterer Vorteil der GPS-Datenübertragung ist die gleichzeitige Diebstahlsicherung der Geräte. Sollte ein Gerät missbräuchlich entwendet werden, wird von der Rettungsleitstelle automatisch die Polizei verständigt. Der Defi in der Säule ist für den Betreiber praktisch wartungsfrei, da das Gerät automatisch mit Philips kommuniziert und etwaige Wartungsarbeiten selbständig meldet.

Defi rettet Leben

Defibrillatoren – kurz „Defis“ genannt, sind das wirksamste Mittel zur Bekämpfung des tödlichen Kammerflimmerns. Man muss sie nur schnell genug anwenden. Nämlich innerhalb der ersten fünf Minuten. Denn die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt pro Minute um ca. zehn Prozent.Zudem ist ihre Anwendung wirklich kinderleicht.

Kinderleicht anwendbar

Das Komplizierteste am Defibrillator ist das Wort selbst. Laien-Defis sind kleine, kompakte Geräte, die an den Patienten mittels Elektroden angeschlossen werden und automatisch ermitteln, ob ein Energieimpuls notwendig ist oder nicht. Wenn ja, kann jeder Laie durch Knopfdruck den Impuls abgeben und damit Leben retten.

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