So schmeckt‘s nur vom Bauern: Warum Regionales so gefragt ist

So schmeckt‘s nur vom Bauern: Warum Regionales so gefragt ist

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Qualität, die schmeckt: Wer direkt am Bauernhof einkauft sieht, wo seine Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen. Das schafft Vertrauen und unterstützt unsere Landwirte.

Regionale Lebensmittel liegen im Trend. Ein Einkauf beim Bauern vor Ort erhöht die Wertschöpfung in der Region und sichert dem Landwirt seinen Arbeitsplatz. Kurze Transportweg reduzieren zudem die Umweltbelastung. Am schädlichsten ist übrigens der Transport per Flugzeug: Bei der Luftfracht liegt der Energieverbrauch 520-mal höher als bei heimischer Ware. Angesichts immer wiederkehrender Lebensmittelskandale ist auch das Bedürfnis nach Transparenz groß. Regionale Lebensmittel bieten hier die einzigartige Möglichkeit, den Landwirt vor Ort zu besuchen und so Vertrauen in die Produktqualität und -Sicherheit aufzubauen.

Warum‘s schmeckt
Obst und Gemüse sind beim Bauern saisonal, werden frisch und zum optimalen Zeitpunkt geerntet, enthalten noch alle Aromastoffe und schmecken dadurch einfach besser. Vitamine und Mineralstoffe haben des weiteren mehr Zeit sich aufzubauen. Deshalb ist regionales Obst und Gemüse in der Regel nicht nur frischer und knackiger, sondern auch gesünder.

Warum regional gesünder ist
Lebensmittel, die im näheren Umfeld entstehen, sind deswegen gesund, weil sie das biologische Milieu der Region widerspiegeln. Oder einfacher an einem Beispiel erklärt: Der Honig von der Wiese ums Eck enthält die gleichen Pollen und Partikel, mit denen auch der Mensch hier täglich konfrontiert ist. Die Salzburger Kräuter-Spezialistin Karin Buchard geht sogar soweit, dass sie die Entstehung von Allergien auf den dauerhaften Genuss von Lebensmitteln zurückführt, die nicht aus dem eigenen Lebensraum stammen.

Artgerechte Haltung
Bei tierischen Produkten kann man sich bei einem Besuch am Bauernhof von der Hygiene, dem Umgang mit den Tieren, Rücksichtnahme auf angeborene Verhaltensweisen und der eingesetzten Futtermittelqualität überzeugen. Generell sind bei uns im Bezirk die bäuerlichen Strukturen eher klein gehalten. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Landwirte ihren Tieren auch einen Namen geben – denn sie sind keine Nummern. Ein weiteres Plus: Wenn der Transportweg vom Bauernhof zum Schlachthof kurz ist, sind Schweine und Rinder weniger Stress ausgesetzt und produzieren dadurch weniger Stresshormone. Dadurch ist das Fleisch zarter und hat mehr Aroma.

Bio – das Tüpferl auf dem i
Artgerechte Tierhaltung wird bei den Landwirten im Bezirk groß geschrieben. Um das auch den Konsumenten deutlicher vor Augen zu führen, entschließen sich immer mehr Bauern für eine Biozertifizierung. Diese Betriebe werden von einer übergeordneten Kontrollstelle regelmäßig strengstens überprüft, ob sie die gesetzlich vorgeschriebenen Bio-Richtlinien auch genauestens einhalten. Dieter Obereder vom Biohof Schnitzer erklärt: „In Bio-Eiern finden sich keine künstlichen Farbstoffe. Diese verleihen dem Dotter oftmals die knallig-orange Farbe. Bei uns entsteht sie durch reines Maisfutter. Weiters sind bei uns im Stall 3.000 Hennen untergebracht, welchen nicht Bio-Betriebe für 6.000 nutzen könnten.“ Auch Petra Thamer vom Neuwirth Hof in Gnesau betont: „Nachhaltigkeit mit Blick auf die nächste Generation war für uns ein entscheidendes Kriterium, um auf Bio umzusteigen. Gerade für Kinder sind gesunde, regionale Produkte wichtig. Lebensmittel sollten in der Gesellschaft geschätzt werden und einen hohen Stellenwert besitzen.

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