Schutzschild Musik

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„Play Rock Pop“ wurde von der Musikschule Feldkirchen initiiert und gilt als Vorzeigeprojekt. Die Jugendlichen studieren wöchentlich neue Songs mit einem fünf-köpfigen Lehrerteam ein. Auftritte inklusive. Neuestes Projekt: Die Musikschule kommt nun auch direkt in die Klassen der Volksschule Feldkirchen.

Musik fördert die Entwicklung unserer Kinder: Teamgeist, verstärkte Lernfähigkeit, gesteigerte Aufmerksamkeit und erhöhte Konzentration. Anfang Oktober kommt die Musikschule daher auch direkt in die Klassen der VS Feldkirchen.

Als Professor Alois Vierbach im Jahre 1973 die Musikschule gründete, startete er mit vier Lehrern und 48 Schülern. „Heute zählen wir an die 700 Schüler und 40 Lehrer. Man könnte fast sagen, unsere Musikschule in Feldkirchen ist die größte „Jugendorganisation“ im Bezirk“, freut sich Horst Baumgartner, Direktor der Regionalmusikschule Feldkirchen-Patergassen. Unterrichtet werden nahezu alle Musikinstrumente bis hin zur elektroakkustischen Schiene wie E-Gitarre und E-Bass. Baumgartner räumt auch mit einem weitverbreiteten Irrglauben auf: „Unmusikalische Kinder gibt es nicht. Ihre Musikalität hängt vor allem von der Förderung ab!“ Starten kann man, je nach Instrument, ab ca. 5 Jahren.

Musik macht stark
Studien beweisen, dass Kinder, die ein Musikinstrument erlernen, in ihrer Entwicklung enorm gefördert werden. Baumgartner: „Die sozialen Kompetenzen sind stark ausgeprägt, was sich auch im Teamgeist widerspiegelt. Sie sind bewiesenermaßen lernfähiger, aufmerksamer und konzentrierter. Selbst große Autokonzerne entscheiden sich, bei gleich qualifizierten Führungskräften, für jene mit musikalischer Ausbildung!“ Die Beschäftigung mit der Musik in der Freizeit und im Freundeskreis gibt den Kindern und Jugendlichen Stabilität im Alltag. Auch die Zeit, um „herumzulungern“ oder sich auf gefährliche Drogenexperimente einzulassen, fehlt. Musiklehrer Baumgartner bekräftigt: „In der österreichischen Kulturszene sind uns bis dato auch keine Drogenfälle bekannt!“

Neues Schul-Projekt
Mit Anfang Oktober wird daher ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Volksschule Feldkirchen und unterstützt von der Stadtgemeinde Feldkirchen auf Schiene gebracht. „In der 1. Klasse werden wir mit einem „Musikalischen 1×1“ den Kindern spielerisch und praktisch Musik vermitteln. In der 2. Klasse wird dann schon mit Blasinstrumenten unterrichtet. Die Kinder können so erste Erfahrungen im Umgang mit Trompete, Flöte und Klarinette sammeln“, erklärt Baumgartner und fügt hinzu: „Durch die Veränderung in der Schullandschaft mit ihren Ganztagesschulen wird es vermehrt erforderlich sein, dass die Musiklehrer an die Schule kommen. Wir versuchen damit aber auch, die Musikalisierung in der Schule zu forcieren!“

Musik im Kindergarten
Um bereits den Kleinsten den Zugang zur Musik zu ermöglichen, gibt es die musikalische Früherziehung. Meist wird diese direkt beim Kindergarten angeboten und von den Lehrern der Musikschule abgehalten. Aber auch interessierte Eltern können sich in der Musikschule Feldkirchen melden.

TreffnerBürgermeister Martin Treffner, Initiator der Aktion „Sag NEIN zu Drogen – für ein drogenfreies Feldkirchen“: „Mit rund 700 Schülerinnen und Schülern zählt die Musikschule Feldkirchen wohl zu einer der größten in ihrem Bereich. Mit dem Projekt „Play Rock Pop“ nimmt sie auch eine kärntenweite Vorreiterrolle ein. Bei dem vor drei Jahren initiierten Projekt studieren Lehrer mit ihren Schützlingen wöchentlich neue Songs ein. Und das in der Kleingruppe. Diese werden dann aufgeführt. Ein Konzept, das ankommt! Nun gibt es ein neues Projekt: Mit Anfang diesen Monats kommt die Musikschule Feldkirchen direkt in die Klassen der Volksschule Feldkirchen, um dort den Kindern die Musik näher zu bringen. Hierbei steht allerdings nicht die Theorie im Vordergrund. Vielmehr wird gemeinsam musiziert, geklatscht und gesungen. Die Musiklehrer bringen für die 1. Klasse Orff-Instrumente wie Xylophon, Triangel und weitere Stabspiele mit. Die Kinder der 2. Klasse dürfen bereits Trompete, Flöte und Klarinette ausprobieren. Es geht darum, den Kindern Musik und Rhythmusgefühl zu vermitteln und die Freude für Musik zu wecken. Auch Direktorin Margot Stern-Isak und ihr LehrerInnen-Team unterstützen dieses Projekt tatkräftig.“

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