Hobby mit Verantwortung

Hobby mit Verantwortung

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Vor allem Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren nutzen den Isländerhof für ihr Hobby. Das Besondere: Ab der ersten Unterrichtsstunde wird ausgeritten. Auf die Lounge wird komplett verzichtet.

Reiten ist zugegebenermaßen ein kostspieliges Vergnügen. Allerdings nehmen viele Jugendliche ihr Hobby damit auch nicht auf die leichte Schulter. Gerade in der Pubertät wirkt sich dieser Umstand positiv aus.

Ein Feldkirchner Familienbetrieb hat sich ganz dem Ross verschrieben. Über 50 Islandpferde, zwei Minishettys und ein Esel bevölkern den Isländerhof Köck auf der Pollenitzen. Der Reitunterricht findet ab der ersten Stunde auch im Freien statt – samt Ausritt. Generell wird auf freies Reiten ohne Lounge gesetzt.

Sinnvolle Freizeitbeschäftigung
Birgit und Florian Tillian-Köck sowie ihre drei Kinder Leon, Hanna und Elina sind sich sicher, dass Reiten weit mehr als nur Sport ist: „Reiten ist eine sinnvolle, naturverbundene Freizeitbeschäftigung, draußen an der frischen Luft und weg vom Computer. Man lernt dabei Disziplin und erlangt Ausdauer. Als Reiter muss man auch Rücksicht nehmen – auf sein Pferd und andere!“ Dass ein Pferd kein Fahrrad ist, lernen die Kinder und Jugendlichen ebenfalls schon recht früh. „Es kann sich erschrecken, scheuen oder auch mal stolpern“, weiß Profi-Reiterin Birgit Tillian-Köck.

Lebewesen
Am Hof wird aber auch der Umgang mit den Lebewesen gelehrt. Es ist zu holen, zu putzen, aufzuzäumen und aufzusatteln. Nur so kann eine Bindung zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden. „Unter den jungen Reitern werden dabei auch viele Freundschaften geknüpft“, verrät die Dipl. Pädagogin und Übungsleiterin.

Problemfreie Pubertät
Was der langjährigen Reitlehrerin noch auffällt: „Die Pubertät verläuft mit diesem Hobby weniger ausschweifend – vor allem bei jenen Jugendlichen, die ein eigenes Pferd haben. Denn am nächsten Tag heißt es dann wieder aufstehen und für das Pferd sorgen. Sie müssen schon Verantwortung für ein Lebewesen tragen. Außerdem ist das auch ein kostenintensives Hobby, da bleibt kaum etwas für „Blödsinn“ übrig!“

Reitverein für Turniere
Der Isländerhof Köck unterhält neben einer Reitschule auch einen Reitverein mit über 70 Mitgliedern. „Ein Beitritt ist aber nur dann sinnvoll, wenn man Turniere reiten möchte und zum Ablegen der dafür benötigten Prüfungen“, informiert Reitpädagogin Birgit Tillian-Köck.

Bürgermeister Martin Treffner: „Für jedes Alter bietet der Reiterhof auf der Pollenitz Ausritte an – egal ob für Fortgeschrittene oder Anfänger, ob für Klein oder Groß. Da in dieses Hobby auch einiges investiert werden muss, ist es meist eine Betätigung, der man über Jahre nachgeht. Ein Hobby, das auch einiges an zeitlichem Aufwand mit sich bringt. Viele Jugendliche haben damit eine erfüllte Freizeit, die kaum Platz für anderes lässt. Vor allem, wenn man stolzer Besitzer eines eigenen Ponys oder Pferdes ist. Das Tier muss gepflegt, versorgt und im Idealfall täglich ausgeritten werden. Es benötigt Impfungen, einen guten Stall und Zuwendung. Besonders Ponys und Kleinpferde, wie beispielsweise Island- oder Fjordpferde, erreichen oft ein beachtliches Alter von bis zu 40 Jahren. Im Bereich der Drogenprävention (Stichwort: sinnvolle Freizeitbeschäftigung) rangiert der Reitsport damit sicherlich ganz oben. Meist wird auch eine starke Bindung zwischen Reiter und Pferd aufgebaut. Die Verantwortung für „ihr Tier“, welche die Jugendlichen damit übernehmen, wird durch diese emotionale Bindung auch als wesentlich höher empfunden.“

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