Der Papst ist unser Chef

Der Papst ist unser Chef

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Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem feierte auf der Pollenitz: Frater Josef (Schatzmeister) und seine Gattin Annemarie Pogatschnig aus Feldkirchen luden die Komturei Klagenfurt zum Sommerfest. Unter den Gästen: Bgm. Martin Treffner, Prof. Peter Stögerer, Dr. Norbert Winker, Architekt Ing. Josef Bernhard Spuller uva.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist auch in Kärnten zu finden. Weltweit zählen die Nachfahren der Kreuzritter 38.400 Mitglieder. 

Eine Pilgermuschel ziert das Haus von Josef Pogatschnig in Feldkirchen. Sie ist das Zeichen der Kreuzritter. Diese hatten nämlich auch die Aufgabe, die Pilger auf ihren Reisen zu beschützen und das Christentum zu verteidigen. Frater Josef, wie Pogatschnig beim „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ gerufen wird, erklärt: „Der mittelalterliche Ritterorden vom Heiligen Grab wurde erst spät nach der Zerschlagung der Kreuzritter durch die Päpste ins Leben gerufen und versteht sich als Nachfahre der Kreuzritter. Wir sind vom Heiligen Stuhl anerkannt – man könnte auch salopp formulieren, dass unser Chef der Papst ist.“ Damit steht der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem in einem besonderen Naheverhältnis zum Vatikan.

Berufene Berufung
Ein Orden, dem man nicht so einfach beitritt. Schatzmeister Frater Josef: „Man wird von höchster Stelle empfohlen und muss einen einwandfreien Leumund vorweisen können. Der Glaube und gelebtes Christentum spielen hierbei eine wichtige Rolle. Nach einer zweijährigen Prüfzeit und der Begleitung durch einen Mentor und Partner wird man mittels Investitur – also Ritterschlag – in den Orden aufgenommen.“

Christliche Ziele
Seit 26 Jahren gibt es den Orden auch in Kärnten. 23 Ritter, von denen der jüngste 24 und der älteste 89 Lenze zählt, sowie eine Ordensdame setzen sich hier für die gute Sache ein. Aufgabe des Ordens ist es nämlich, die Katholische Kirche im Heiligen Land zu fördern und durch weltweite Aktivitäten zu unterstützen. „Heute leben hier nur noch knapp zwei Prozent Christen, die aufgrund ihres Glaubens zum Teil um ihr Leben fürchten müssen“, so Frater Josef. Unterstützt wird mit Projekten und Finanzierungshilfen, wie z. B. beim Bau von Kinderheimen oder Sportplätzen. Aber auch in die Aus- und Weiterbildung wird investiert, um den Menschen im Hl. Land zu helfen. Die Spenden stammen von den Ordensmitgliedern selbst und werden zum Teil auch über Verkaufsaktionen eingenommen.

Sommerfest
Im schönen Ambiente des Feldkirchner Hausberges Pollenitz feierte der Ritterorden kürzlich beim Kraut sein Sommerfest. Frater Josef: „Die Familie Buttazoni hat eine eigene Hauskapelle. Hier hat unser Prior (geistliches Oberhaupt), Bischof Alois Schwarz, eine Feldmesse gelesen. Unser Subprior, Bischofsvikar Peter Allmaier, assistierte ihm dabei. Im Rahmen dessen ehrten wir mit Blumenstrauß und Dankesworten auch Dolores Londer, die uns immer wieder tatkräftig unterstützt. Auch Bürgermeister Martin Treffner war mit dabei.“ Der Tag klang gemütlich bei Speis & Trank aus.

Bürgermeister Martin Treffner: „Neben dem Malteserorden ist der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem der einzig vom Heiligen Stuhl anerkannte Ritterorden der katholischen Kirche. Der Orden ist somit dem Papst unterstellt und fördert die Katholische Kirche im Heiligen Land durch weltweite Aktivitäten. In Kärnten fungiert Bischof Dr. Alois Schwarz als Prior, also als geistliches Oberhaupt. Trotz strenger Aufnahmekriterien wächst die Anzahl der Ritter stetig.“

 

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