Osterbräuche: Ei und Lamm

Osterbräuche: Ei und Lamm

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Feldkirchens Stadtpfarrer Bruder Wolfgang Gracher im Gespräch über den Ursprung unserer Osterbräuche.

Nicht mehr lange, dann ist die Fastenzeit zu Ende und das Osterfest wird begangen. Zu Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über den Tod. Ostern ist das zentrale Fest der Christen und wird in allen Konfessionen (kath., evangelisch, orthodox, koptisch, anglikanisch…) gefeiert.

Warum dreht sich zu Ostern alles um die Ostereier?
Das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Erneuerung passt zur Auferstehung, durch die neues Leben ermöglicht wird. Das Ei verweist auf die Hoffnung auf Auferstehung, ewiges und neues Leben, für dessen Werden die Schale durchbrochen wird. Dieses Durchbrechen der Eierschale wird zum Bild für den auferstandenen Christus.

Woher stammt das Eierfärben?
Seit dem 7./ 8. Jahrhundert galten Eier als flüssiges Fleisch und waren während der Fastenzeit verboten. Die Hühner hörten aber nicht auf, Eier zu legen. So wurden Eier gekocht, um sie haltbar zu machen. Bemalt oder mit farbigen Pflanzenstoffen gekocht wurden sie, um die gekochten von den rohen zu unterscheiden.

Was hat es mit dem Osterlamm auf sich?
Das Lamm ist Symbol für die Unschuld. Jesus Christus nimmt die Schuld und Sünde der Menschen auf sich und stirbt für die Menschen, um sie zu erlösen. Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Diese Symbolik vergegenwärtigen wir uns jedes Mal, wenn die Eucharistie gefeiert wird: Beim Brechen des Brotes nach dem Friedensgruß wird das „Agnus Dei“, „Lamm Gottes“, gebetet.

Was symbolisiert der Hase?
In Byzanz war der Hase ein Symbol für Christus, den Auferstandenen. Der Hase hat keine Augenlider, er „schläft“ also nie – wie Christus, der niemals entschläft.

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