Neues vom „Lichtblick“

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Vorstand des Lichtbick Feldkirchen mit Kasseprüferinnen, von links: Roswitha Zraunig, Renate Dielacher, Angelika Samitz, Christine Zohmann, Waltraud Bina, Susanne Laggner-Primosch, Dagmar Maier-Napotnik, Christina Fischer-Kienberger und Monika Schmon.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung zog Waltraud Bina, Vorsitzende der Frauen- und Familienberatungsstelle Lichtblick, Bilanz über das vergangene Jahr. Bina: „Das Thema im Jahr 2019 war ‚Hinschauen, statt wegschauen‘. Gewalt an Frauen nimmt kein Ende. Es gibt auch Formen von Gewalt, die keine äußeren Merkmale erkennen lassen und dennoch die betroffene Person schwer schädigen.“

Änderungen im Vorstand

Neu im Vorstand ist neben dem bewährten Trio Waltraud Bina, Renate Dielacher und Monika Schmon die Sozialpädagogin Christine Zohmann, die hauptberuflich als Case Managerin bei „Fit to Work“ arbeitet. Sie kennt das Lichtblick-Team sehr gut, weil sie bereits von September 2013 bis Juni 2015 als Büroleiterin fungierte. „Als Obfrau-Stellvertreterin möchte ich vor allem gesellschaftliche Themen, die Frauen betreffen, aufzeigen und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten“, sagt Zohmann.

Die bisherige Obfrau-Stellvertreterin Susanne Laggner-Primosch verlässt aus beruflichen Gründen nach über zehn Jahren den Vorstand. Sie betont aber, dass sie als ehrenamtliche Beirätin weiterhin dem Lichtblick-Team im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterstützend zur Seite stehen wird.

Die Rechnungsprüferinnen Angelika Samitz und Dagmar Maier-Napotnik lobten die „vorbildlich geführten Aufzeichnungen über die Einnahmen und Ausgaben der Vereins“ durch Vorstandsmitglied Renate Dielacher. Aktiv an der Jahreshauptversammlung beteiligten sich auch die Stellvertretende Kassiererin Roswitha Zraunig und die Beirätin Christina Fischer-Kienberger.

Absage der Veranstaltung am 13.3.2020

Wir haben bei der heutigen Jahreshauptversammlung des Vereins „Lichtblick“ sehr lange diskutiert und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Schweren Herzens müssen wir die Veranstaltung am Freitag, den 13. März 2020 absagen – aufgrund des Erlasses der Bundesregierung, wonach Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abzusagen sind. Als soziale Einrichtung dürfen wir kein Risiko eingehen, was die Gesundheit und das Wohl der Gäste betrifft (auch wenn wir nur 99 Personen in den Amthof einlassen würden). Wir bitten um Verständnis und würden gerne diese so wichtige Veranstaltung „Frauen vor den Vorhang“ zum ehestmöglichen Zeitpunkt nachholen.

Ein paar Daten zur Statistik 2019

Insgesamt erhielten 673 Klientinnen und Klienten in Summe 2.340 Beratungsstunden (2018 waren es 2.171 Stunden, das bedeutet ein Plus von rund 8%).

Klienten-Struktur: 74% weiblich, 79% im Alter von 20-59 Jahren, 47% aus der Stadt Feldkirchen, 44% ohne Kinder im Haushalt, 38% verheiratet und 27% ledig, 50% haben eine Lehre abgeschlossen, 18% arbeiten in Vollzeit.

Wichtigste Beratungsthemen (bezogen auf alle Beratungsstunden):

  • 35,8% psychische Erkrankungen oder psychische Probleme
  • 9,1% Verlusterlebnisse, Trauer, Tod
  • 7,4% Trennung, Scheidungsprobleme
  • 7,3 % Ängste
  • 6,6 % Überforderung

Thema 2020

„Verantwortung übernehmen.“ Seit dem 1.3.2020 betreut das Lichtblick-Team auch das Projekt „Lilith“ – eine Übergangswohnung für Frauen, die Gewalt erleben mussten.

Text: Lichtblick Feldkirchen | Susanne Laggner-Primosch

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