Neuer Drogenschnelltest

Neuer Drogenschnelltest

- in Mobil unterwegs
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Im Kampf gegen Drogen: Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann, die beiden Gruppeninspektoren Klaus Gasteiger und Rudolf Felsberger sowie Bürgermeister und „Nein zu Drogen“ Initiator Martin Treffner.

In Feldkirchen kommt demnächst das neue, mobile Drogenvortestgerät zum Einsatz. Der Speicheltest verrät den Beamten innerhalb von zehn Minuten, ob ein Fahrzeuglenker unter Drogeneinfluss steht – mit Folgen!

Eine unterschätzte Gefahr sind so genannte „Drogenlenker“ – also Personen, die unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenken. „Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrer Familie unterwegs und ein Fahrer im Drogenrausch rast Ihnen entgegen. Solche Lenker stellen im Straßenverkehr ebenfalls ein Gefahrenpotential dar“, betont Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann. Umso positiver sehen es die Beamten, dass in Feldkirchen nun bald das neue Drogenvortestgerät zum Einsatz kommt.

Speichel-Drogentest liefert rasches Ergebnis
Wurde ein Fahrer angehalten, und es entstand der Eindruck, dass er unter Drogen stehen könnte, musste er bisher zum Arzt für eine Untersuchung gebracht werden. Der neue Drogenschnell-Test liefert eine Antwort mit Hilfe einer Speichelprobe jedoch innerhalb weniger Minuten. Der Fahrer wird aus dem Verkehr gezogen. „Die ärztliche Kontrolle fällt trotzdem nicht aus. Allerdings wissen wir vorab, ob tatsächlich Drogen konsumiert worden sind“, erklärt Holzmann. Das erleichtert die Arbeit von Arzt und Polizei ungemein. Und hilft, die Straßen sicherer
zu machen.

Verschiedene Drogen nachweisbar
Etliche Suchtgifte, wie unter anderem Cannabis, Ecstasy, Opiate, Kokain und Amphetamine können mit dem Drogen-Schnelltest nachgewiesen werden. „Selbst kleinste Moleküle der Drogensubstanz kann das Gerät bereits erkennen und wirft dann ein positives Ergebnis aus“, erklärt Gruppeninspektor Klaus Gasteiger von der Polizei Feldkirchen, der in einem Kurs eigens auf dieses Gerät geschult wurde.

Testphase
„Derzeit befindet sich das Gerät in der Testphase. Bewährt es sich, wird es verstärkt auf Kärntens und somit auch auf Feldkirchens Straßen zum Einsatz kommen“, erklärt Gruppeninspektor Rudolf Felsberger von der Polizei Feldkirchen.

Problembewusstsein
Holzmann:„Die wenigsten Drogenkonsumenten sind sich ihrer Situation und der gesundheitlichen Gefahr, in der sie sich befinden bewusst. Oder wollen sich dessen nicht bewusst sein. Daher ist es manchmal hilfreich, wenn wir das aufdecken. So können diese Personen der notwendigen Therapie und Unterstützung seitens des Gesundheitsamtes, der Drogenberatungsstellen und der NGO‘s wie beispielsweise Roots zugeführt werden. Denn eines ist klar: Decken wir Drogenmissbrauch auf – wer, was, wann und wie oft – dann wird das auch für die Behörden sichtbar!“

TreffnerBürgermeister Martin Treffner: „Das neue Drogenvortestgerät erleichtert die Arbeit der Beamten auf unseren Straßen. Mit Hilfe der Speichelprobe und dessen Analyse kann binnen zehn Minuten festgestellt werden, ob ein Lenker unter Drogeneinfluss steht oder nicht. Früher mussten sich die Beamten auf ihr Gefühl verlassen und einen Arzt zu Rate ziehen. Jetzt wissen Sie sofort bescheid, ob ihre Vermutung zutrifft oder nicht. Ein wichtiger Beitrag zur Straßensicherheit.
Die Drogenproblematik ist allerdings ein Thema, bei dem man immer am Ball bleiben muss. Nur durch kontinuierliche Aufklärung und Information kann man die Jugend auf die Gefahren aufmerksam machen. Wir haben im Mai auch erneut einen Runden Tisch zu dieser Thematik angedacht. Denn, wenn man einmal drinnen hängt, ist der Ausstieg sehr, sehr schwierig! Da ist es besser, man gerät gar nicht erst in die Abwärtsspirale „Drogen“ hinein. Wir werden weiterhin unsere Kraft und Energie in die Initiative „Sag Nein zu Drogen“ investieren, um hier präventiv tätig zu sein. Mein Ziel oder vielmehr mein Wunsch ist es, dass niemand mehr in diese lebenzerstörende Drogenfalle tappt!“

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