Neue Regeln für Radler & Roller

Neue Regeln für Radler & Roller

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Seit 1. April 2019 gelten neue Regeln für Fahrräder, Tretroller, Skateboards, Rollschuhe & Co. Richtig teuer kann es werden, wenn man sich nicht an die Ausrüstungsbestimmungen bei Fahrrädern hält. Hier können bis zu 726 Euro pro fehlendem Teil an Strafe anfallen!

Neuerungen für Fahrrad & Tretroller: Was geht und was nicht geht!

Mit 1. April 2019 trat die 30. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft, mit der sich auch einige Vorschriften für Kinder ändern. ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried gibt einen Überblick über die wichtigsten alten und neuen Bestimmungen:

News rund ums Fahrrad

Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur mit einer Begleitperson (mindestens 16 Jahre alt) Radfahren. Neu ab 1. April: Der Radfahrausweis, mit dem Kinder bisher ab 10 auch allein radeln durften, kann bereits ab dem 9. Geburtstag erworben werden, wenn die 4. Schulstufe besucht wird. Nichts geändert hat sich an der Radhelmpflicht, den Ausrüstungsbestimmungen
(vorne weiße, hinten rote Reflektoren, gelbe Reflektoren an Pedalen und Speichen, Klingel/Hupe, zwei voneinander unabhängige Bremsanlagen, Licht bei schlechter Sicht oder Dunkelheit) und an den für Fahrräder erlaubten Verkehrsflächen (Radwegbenützungspflicht, Gehsteig und -weg sind tabu). Wer sich nicht an die Ausrüstungsbestimmungen hält, riskiert übrigens eine hohe Strafe: Bis zu 726 Euro pro fehlendem Teil sind möglich.

Tretroller (ohne Antrieb!)

Ab 1. April ist die Nutzung schon ab dem 8. Geburtstag erlaubt – bisher mussten Kinder mindestens zwölf Jahre alt sein oder in Begleitung einer mindestens sechzehnjährigen Begleitperson sein (bzw. mind. zehn Jahre alt und einen Radfahrausweis besitzen). Fahren darf man auf Gehsteig und Gehweg, in Fußgängerzonen, in Wohnstraßen und Begegnungszonen – bei letzteren nur am Gehsteig. Auch auf gemischten Geh- und Radwegen darf der Scooter benützt werden, sowie in ebenen Spielstraßen. Vorsicht ist beim Queren der Fahrbahn angesagt: Auch wenn dafür keine ausdrückliche Verpflichtung besteht, sollten Kinder vor einem Zebrastreifen stehen bleiben, absteigen und erst dann den Roller über die Fahrbahn schieben, wenn alle Fahrzeuge auch tatsächlich angehalten haben. Durch die Nutzung der Tretroller dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet oder behindert werden. So kann etwa das grundsätzlich zulässige Fahren mit dem Tretroller am Gehsteig bei einem erhöhten Fußgängeraufkommen verboten sein.

Skateboards, Drei- und Einräder, Go-Carts & Co.

Diese Geräte gelten vor dem Gesetz als Spielzeug und dürfen nicht auf der Fahrbahn, auf dem Radweg und auf Radfahrstreifen benutzt werden. (Ausnahmen siehe Grafik links).

Inline-Skates und Rollschuhe

Auf Gehsteigen, Radfahranlagen (Radfahrstreifen aber nur im Ortsgebiet), in Wohn- und Spielstraßen, Begegnungs- und Fußgängerzonen gestattet. Die Fahrbahn oder markierte Fahrstreifen, in denen der Radverkehr gegen die Einbahn erlaubt ist, sind für Skater tabu. Steht nur die Fahrbahn als Verkehrsfläche zur Verfügung, ist das Skaten verboten.

Am 1. April 2019 trat die 30. Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft, mit der sich auch einige Vorschriften für Kinder änderten. Ein Überblick über die wichtigsten alten und neuen Bestimmungen.
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