Meine Freizeit mit Gott

Meine Freizeit mit Gott

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Wer gerne selbst Ministrant werden möchte, meldet sich bitte bei Pfarrer Bruder Wolfgang (T 0676 / 877 25 209) oder bei Diakon Werner Simonitti (T 0664 / 847 75 97).

Ministrieren ist sinnstiftendes Tun. Es verlangt von den Mädchen und Buben Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit und Eigenverantwortung. Dafür nimmt man Gemeinschaftssinn und einen gefestigten Glauben mit ins Leben.

Fürs Ministrieren bedarf es keiner besonderen Voraussetzungen. „Es reicht aus, wenn man ein Jesus-Freund ist, Freude an der Liturgie (Anm.: offizielle Form des christlichen Gottesdienstes) hat und gerne die Kirche besucht“, erklärt Pfarrer Bruder Wolfgang. Bereits ab der 1. Klasse Volksschule, kann man den Kirchenmann unterstützen. Ablaufdatum ist keines vorgesehen, denn Ministrieren kann man ein Leben lang.

Vielfältige Aufgaben
Durch das Gehen, Stehen, Knien, Sitzen, durch die verschiedenen Handreichungen verdeutlichen Ministranten das symbolhafte Geschehen des Gottesdienstes und machen Bedeutungszusammenhänge sichtbar. Indem sie Licht, Farben, Formen und Bewegung in das Geschehen bringen, tragen Ministranten auch zur emotionalen Bereicherung bei und verstärken das sinnenhafte Erleben im Gottesdienst. Und sie leisten wertvolle Assistenzaufgaben. „Ministranten richten beispielsweise Bücher für die Messen her, bringen Kerzen, Weihrauch oder andere Gaben dar. Sie halten das Weihwasser-Fass, begleiten Pfarrer und Diakon. Holen, herrichten, halten und wegbringen – das sind für uns wichtige Aufgaben“, erklärt Bruder Wolfgang.

Ministranten-Stunden
Damit die jungen Mädchen und Burschen wissen, was zu tun ist, gibt es jeden zweiten Freitag eine Ministrantenstunde am Nachmittag. Hier wird nicht nur gelernt, sondern auch gespielt, gebastelt und die Gemeinschaft gepflegt. Abwechselnd findet freitagnachmittags auch immer das Jungschar-Treffen statt. Diese unternimmt mit den Kids & Jugendlichen auch Ausflüge, Lagerfeuer-Treffen, Workshops uvm.

Glaube macht stark
Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, bei der man sicherlich Gemeinschaftssinn und -Freude fürs Leben mitnimmt. Und, da ist sich Pfarrer Bruder Wolfgang sicher, noch viel mehr: „Durch das Wort Gottes bekommt man auch Lebenshilfe. Mit Gott hat man einen Ansprechpartner für schöne und schwierige Situationen im Leben. Zudem gibt der Glaube auch Orientierung und Halt im Alltagsleben!“

Bürgermeister Martin Treffner: Auch ich selbst war neun Jahre lang in Glanhofen als Ministrant bei Pfarrer Simon Kadras tätig. Gerne erinnere ich mich an diese schöne Zeit zurück. Vor Schulbeginn bin ich eineinhalb Kilometer zu Fuß in die Kirche gegangen, um zu ministrieren. Damit ich um sieben Uhr in der Kirche sein konnte, bin ich schon um 5.30 Uhr aufgestanden. Das war für uns eine Selbstverständlichkeit, da ich in einer christlichen Familie aufgewachsen bin. Heute wird für die Kinder eine Reihe an Aktivitäten bereitgestellt, die über das Üben des Ministrierens hinausgehen und wesentlich zur Persönlichkeitsbildung und Gemeinschaftsfähigkeit beitragen. Durch den Besuch der Ministranten-Stunde haben die Kids Gelegenheit, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten und Freundschaften aufzubauen. Es wird gelernt, Hilfe und Unterstützung bei belastenden Lebenssituationen einzufordern. Wenn Kinder ministrieren wollen, geht das nicht ohne Unterstützung der Eltern. Denn der Einsatz im Gottesdienst findet an Wochenenden, oft sonntags, statt. Und zu Zeiten, die für Kinder nicht immer üblich sind, wie Abendmessen, Mitternachtsmette usw.

 

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