Feldkirchen: Was geplant ist und warum wir uns so gut entwickeln! Ein Interview mit Bürgermeister Martin Treffner

Feldkirchen: Was geplant ist und warum wir uns so gut entwickeln! Ein Interview mit Bürgermeister Martin Treffner

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Am 7. April ist Bürgermeister Martin Treffner bereits seit drei Jahren im Amt. Wir baten ihn zum Interview und sprachen über kommende Projekte, Bildung, eine starke Wirtschaft und den Zuzug in die Tiebelstadt.

Seit knapp drei Jahren lenkt Bürgermeister Martin Treffner die Geschicke der Tiebelstadt. Und das mit großem Erfolg. So verläuft die Stadtentwicklung positiv, die Wirtschaft wächst, neue, regionale Arbeitsplätze entstehen und auch die Einwohnerzahl nimmt zu. Kürzlich konnte man sich als beliebteste Bildungsstadt positionieren. Aufgrund des Aufwärtstrendes wird sich in nächster Zeit in Feldkirchen einiges tun: So werden neue Wohnungen gebaut, Geschäftsflächen sind im Entstehen und zusätzliche Büros wie Arztpraxen werden geschaffen.

Feldkirchen als Stadt entwickelt sich laufend weiter: Es wird gebaut, neue Geschäfte entstehen und die Infrastruktur wächst. Welche Projekte konnte Feldkirchen noch für sich gewinnen?
Martin Treffner: Es gelang, das German-Areal sowie die Palasser Wiese an einen Salzburger Investor zu verkaufen. Demnächst werden wir von der Gemeinde gemeinsam mit ihm die Projekte ausarbeiten. Geplant sind Geschäftsflächen und Wohnungen. Die Detailpläne werden in den nächsten Monaten bereits erarbeitet. Ein weiteres Projekt, dass unsere Innenstadt stärkt.

Was passiert mit dem Pfarrhof?
Martin Treffner: Der Pfarrhof in Feldkirchen wurde an das Kärntner Siedlungswerk verkauft. Hier wird ein Neubau entstehen. Es ist geplant, dass dort eine Seniorenwohnanlage errichtet wird. Bei diesem Projekt befinden wir uns gerade in der Planungsphase. Baubeginn könnte schon 2019 sein.

Das Kelag-Areal in der Innenstadt konnte ebenfalls verkauft werden. Was ist hier geplant?
Martin Treffner: Wir kauften das Kelag-Areal an und verkauften es zeitgleich an den Bestbieter, den Baumeister DI Klaus Huber von MK Huber Immobilien. Er plant eine Vergrößerung der Gebäudefläche, um so Raum für Wohnungen, Geschäftslokale, Büros und Arztpraxen zu schaffen.

Bereits in der Umsetzung befinden sich einige Wohnbauprojekte. Welche sind das konkret?
Martin Treffner: In der Gendarmeriegasse baut derzeit das Kärntner Siedlungswerk 27 Mietwohnungen. Die Vorstädtische Kleinsiedlung wird zusätzlich in St. Martin 18 Wohneinheiten schaffen.

In Feldkirchen sind ca. zwei Prozent der Wohnungen im Eigentumsbereich zu finden. Soll das Angebot erweitert werden?
Martin Treffner: Selbstverständlich. Die Vorstädtische Kleinsiedlung hat eine 11.000 Quadratmeter große Wiese in der Kindergartenstraße in Waiern gekauft. Dort entstehen in der ersten Ausbaustufe 28 Wohneinheiten, die zum Teil auch als Eigentumswohnungen erhältlich sein werden.

Kürzlich erfolgte der Baustart für ein Wohnbauprojekt mit Kleinwohnungen in der St. Ruprechter Straße – Ecke Gurktalerstraße.
Martin Treffner: Ja, die 36 eher klein gehaltenen Wohneinheiten mit Tiefgaragenplätzen wurden als Studentenwohnungen konzipiert. Eine Umfrage ergab, dass in Feldkirchen eine große Nachfrage an Garconnieren und Kleinwohnungen besteht. Mit ein Grund für diese hohe Nachfrage sind die vielen Studenten in Feldkirchen. Wir sind ja eine Bildungsstadt – mit der Fachhochschule und der Diakonie Waiern mit ihrer Ausbildungsstätte im Campus Inklusiv.

Kürzlich hat eine Evaluierung der Fachhochschule ergeben, dass der Standort in Feldkirchen am besten ausgelastet ist.
Martin Treffner: Das ist richtig. Der Standort in Feldkirchen weist nicht nur die beste Auslastung bei den Studierenden auf, sondern ist obendrein auch noch der kostengünstigste. Auch die Ausbildungsstätte der Diakonie ist voll ausgelastet. Feldkirchen ist bei den Studenten wirklich sehr beliebt.

Feldkirchen ist bei den Studierenden beliebt und hat eine top Stadtentwicklung vorzuweisen. Was ist mit der Wirtschaft?
Martin Treffner: Unsere gute Stadtentwicklung baut auf der heimischen Wirtschaft auf. An die 1.200 Betriebe schaffen derzeit für rund 6.300 Mitarbeiter regionale Arbeitsplätze! Zusätzlich haben wir einen positiven Trend zu verzeichnen. Das bedeutet: Der wirtschaftliche Aufschwung verhilft uns zu zusätzlichen Arbeitsplätzen. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den heimischen Wirtschaftsbetrieben!

Bleibt der Aufschwung?
Martin Treffner: Die Tendenz ist sogar weiter im Steigen begriffen. So stockten kürzlich auch Feldkirchens Topplayer auf, wie beispielsweise Stahlbau Hasslinger, Mercedes Moser, der Pharmahersteller Bittner, die Diakonie Waiern mit ihrer neuen Großküche und ihrer Spezialklinik für Essstörungen, um nur einige zu nennen. Auch das neue Therapiezentrum von Dr. Laura Wolte schuf zusätzliche Arbeitsplätze. Zudem hat M&R Bau seine Klagenfurter und Villacher Büros nach Feldkirchen verlegt. Die Spirale dreht sich weiter aufwärts! Dank der starken Wirtschaft kann auch die Tiebelstadt wachsen. Und ein gestärkter Wirtschaftsstandort schafft wiederum viele Arbeitsplätze.

Warum siedeln sich Firmen gerne bei uns an? Was sind unsere Wettbewerbsvorteile?
Martin Treffner: Wir haben den Vorteil, dass wir im Mittelpunkt von Kärnten liegen. Genauer betrachtet befinden wir uns im Zentralraum von Mittelkärnten, eingebettet zwischen Villach, Klagenfurt und St. Veit. Dies wird auch in Zukunft ein Grund sein, warum sich viele Firmen in Feldkirchen ansiedeln möchten. Vor allem auch deshalb, weil man von hier aus logistisch ganz Kärnten sehr gut bedienen kann.

Mehr Unternehmen, betriebliche Aufstockungen, zusätzliche Arbeitsplätze – wirkt sich das auch auf den Zuzug aus?
Martin Treffner: Durch unsere günstige Lage haben wir derzeit einen Zuwachs zu verzeichnen. Die Sitation in Kärnten sieht momentan folgendermaßen aus: Ballungszentren, die im Zentralraum von Mittelkärnten liegen, verzeichnen einen Zuwachs. Das sind in Kärnten 32 Gemeinden, zu denen auch Feldkirchen gehört. In diesen 32 Gemeinden leben mehr als die Hälfte der Kärntner. Eine optimale Basis, damit sich der Zentralraum auch weiterhin gut entwickelt.

Als Bürgermeister der Stadt Feldkirchen hast du auch hochkarätige Events in die Tiebelstadt geholt und uns so über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Ad hoc fallen mir dazu der Holzstraßenkirchtag, Guten Morgen Österreich, das Quiz der 1.000 Fragen… ein. Auf was für Neuheiten dürfen wir uns heuer freuen?
Martin Treffner: Für heuer haben wir uns eine Neuheit einfallen lassen. Wir werden den Wald nämlich in die Stadt bringen! In Zusammenarbeit mit der Forstlichen Ausbildungsstätte in Ossiach unter der Leitung von Dipl.-Ing. Johann Zöscher veranstalten wir einen „Walderlebnistag“ mitten am Hauptplatz von Feldkirchen. So kommt der Wald in die Stadt und mit ihm über 1.000 Schüler, die diese Ausstellung besuchen werden.

Wann wird der Walderlebnistag stattfinden? Gibt es schon einen Termin?
Martin Treffner: Die Veranstaltung wird am Donnerstag, den 14. Juni 2018, von 9-14 Uhr, am Hauptplatz in Feldkirchen stattfinden.

Im August wird „hoher Besuch“ erwartet…
Martin Treffner: Im August werden wir ebenfalls mit einem einzigartigen Auftritt österreichweit aufhorchen lassen. Die Königlich Niederländische Marinekapelle wird einen ihrer seltenen Auftritte geben. Und das bei uns in Feldkirchen! Mein Dank geht an dieser Stelle an den Musikschuldirektor Horst Baumgartner und an unsere heimischen Wirtschaftstreibenden sowie an das Stadtmarketing, die bei Veranstaltungen und Events immer voll mitziehen und uns tatkräftig unterstützen. Denn alle Aktionen laufen bei uns immer in enger Zusammenarbeit ab.

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