Ich bete jeden Abend

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Gebremeskel Kidus aus Äthiopien war Vorjahres-Marathongewinner des intern. Kärnten Marathons in Feldkirchen. Dieses Jahr haben seine Familie und er mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Jetzt wurde geholfen!

Als Gebremeskel Kidus im Vorjahr den Marathon gewann, strahlten seine Augen. Organisator und „Paten-Papa“ Helmut Paul freute sich für seinen Schützling gleich mit. Der sympathische Sportler und gläubige Christ, der jeden Abend vor dem Schlafen gehen betet, stammt eigentlich aus Eritrea und musste aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen fliehen. Die Flucht voller Entbehrungen schafften seine Eltern nicht.

Neues Leben

Er fand Zuflucht in einer der Hilfsdörfer von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“. Dort erkannte man recht bald sein Lauftalent und unterstützte ihn. Einen Freund und Förderer fand Kidus in Helmut Paul, der den jährlichen internationalen Kärnten Marathon in Feldkirchen organisiert. Heute ist der Familienvater glücklich verheiratet, hat zwei süße Kinder, absolvierte eine Ausbildung zum Sportlehrer und ist erfolgreich in der Marathon-Szene unterwegs. Jedoch können weder er noch seine Frau, die als Übersetzerin tätig ist, aufgrund der aktuellen Situation einer Arbeit nachgehen. Sozialhilfen, wie in Österreich, gibt es in Äthiopien, einem der ärmsten Ländern der Welt, nämlich keine.

Fast ein Jahresgehalt

Daher stellte Paul eine Spendenbox beim heurigen Marathon auf. Sportler und Zuschauer spendeten über 500 Euro für Kidus. Und das ist viel, denn das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen liegt in Äthiopien bei rund 770 Euro. „DANKE!“

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