Lehre statt Asyl

Lehre statt Asyl

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Mit dem seit 2016 bestehenden Projekt A:Life bereitet man Jugendliche und junge Erwachsene mit einem positiven Asylbescheid bestmöglich auf eine Lehrstelle in Kärntner Betrieben vor. Das Arbeitsmarktprojekt startet nun mit zusätzlichen Schwerpunkten neu durch und wird von der Diakonie begleitet.

Alles begann Ende 2015 mit einer Idee von Sabine Herlitschka, der Vorstandsvorsitzenden der Infineon Technologies Austria AG, zum steigenden Bedarf nach Integration von asylberechtigten Menschen. Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen wurde das Konzept nun um den Vermittlungsschwerpunkt Touristik erweitert.

Start & Anmeldung

A:Life („ein Leben“) steht für Asyl und Lehre in Kärnten bzw. eine angebotene Perspektive zur nachhaltigen Erwerbsintegration in die ansässige Industrie und den Tourismus (Hotellerie & Gastronomie). Am 18. März 2019 startet der nächste Kurs und bietet 30 asylrechtlich positiv beschiedenen Menschen die Chance auf eine Lehrstelle am ersten Arbeitsmarkt. Die Zuweisung geeigneter KandidatInnen erfolgt dabei durch das AMS Kärnten und den gemeinnützigen Verein Institut für Arbeitsmigration (IAM). Dort kann man sich noch bis Mitte März für die Teilnahme vormerken lassen.

Vorbereitung

Um fachliche aber vor allem sprachliche Hindernisse zu beseitigen, werden die TeilnehmerInnen nach ihrer Auswahl durch eine intensive Vorqualifikation (4,5 Monate) auf die Berufsschule und ihre Lehrbetriebe vorbereitet. Zuletzt zeichnete sich hierfür immer die Kärntner Berufsförderungsinstitut GmbH verantwortlich. Auch zwei mindestens dreiwöchige betriebliche Praktikumsphasen sind vorgesehen, um interessierten Betrieben und TeilnehmerInnen eine praktische Vorauswahl zu ermöglichen.

Begleitung durch Diakonie

Die Diakonie de La Tour bietet im Rahmen des Projektes eine mehrmonatige sozialpädagogische Begleitung an. Dabei will man eine weitere Verbesserung der Deutsch-Kenntnisse erzielen, bietet Hilfe bei der Wohnungssuche an, vermittelt unsere kulturellen Werte uvm. Hintergrund dieses so genannten „Teilnehmer-Coachings“ ist, dass die Lehrlinge in den Betrieben, in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt leichter Fuß fassen können. In den letzten drei Jahren konnten so mehr als 50 Ayslberechtigte auf Ausbildungsplätze in Lehrbetrieben vermittelt werden, viele davon in so genannten Engpassberufen, in denen derzeit ein Fachkräftemangel herrscht.

Foto: Diakonie

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