Kurz-Gespräch mit GF Roman Andreas Kril, RAK Bildungszentrum: Wissen schützt vor Strafen

Kurz-Gespräch mit GF Roman Andreas Kril, RAK Bildungszentrum: Wissen schützt vor Strafen

- in Interview, Mobil unterwegs
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GF Roman Andreas Kril, RAK Bildungszentrum, Feldkirchen, 0650/304 60 33

Herr Kril, welche neuen Gesetze & Verordnungen erwarten LKW-Fahrer?
Im Bereich der Ladungssicherung wurde eine neue EU-Verordnung EG(VO) 2014/47
verabschiedet. Diese gilt europaweit. Die Ladungssicherung wird nun nach bestimmten Normen und auch nach einer Risikoeinstufung kontrolliert und sanktioniert!

Was bedeutet dies für LKW-Fahrer und Verkehrsunternehmen?
Alle am Logistikprozess beteiligten Akteure – beispielsweise Verpacker, Verlader, Verkehrsunternehmen, Betreiber und Fahrzeugführer – haben für das ordnungsgemäße Verpacken der Ladung und deren ordnungsgemäße Verladung auf ein geeignetes Fahrzeug Sorge zu tragen. Die Verantwortung liegt hier auch beim Unternehmen! Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein KFZ über 3,5 t handelt oder nicht.
Es gibt eine Klassifizierung der Mängel in drei Risikostufen. Diese müssen dem Fahrer bei Schulungen praxisgerecht erklärt werden.

Müssen jetzt auch Personen mit einem KFZ, z.B. Pritschenwagen, eine Ladungssicherung durch- bzw. ausführen?
Diese Richtlinie gilt für bestimmte Nutzfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h. Das hindert die EU-Mitgliedsstaaten aber nicht daran, auch bei anderen Fahrzeugen technische Unterwegskontrollen durchzuführen oder Kontrollen vorzunehmen. Insbesondere was Lenk- & Ruhezeiten u. Gefahrguttransporte betrifft.

Müssen nun auch Lenker mit der Klasse B einen solchen Kurs machen?
Gesetzlich ist dies nicht gefordert. Jedoch werden alle Unternehmen und deren Fahrer kontrolliert. Klar ist: Eine praxisorientierte Schulung hilft Fahrern wie Unternehmen. Denn jede Weiterbildung der Arbeitnehmer ist gut angelegtes Kapital!

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