Kampf ohne Berührung

Kampf ohne Berührung

- in Sport & Bewegung, Youngsters
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Kinderweihnachtsfeier 2017: Alle Nachwuchstalente kommen zusammen, um ihr Können zu präsentieren.

Taekwon-do ist zwar eine Kampfsportart, die Hand- und Fußtechniken zur Selbstverteidigung nutzt. Bei der traditionellen Variante wird aber auf Körperkontakt verzichtet. Wichtige Werte sind hierbei Disziplin, Respekt und Höflichkeit.

Taekwon-do ist eine facettenreiche und lebendige koreanische Kampfkunst, die sich durch Disziplin, Tradition und asiatisches Denken auszeichnet.

Motivation von innen

„Wir gehen den traditionellen Weg, das bedeutet, das es bei uns keine Wettkämpfe gibt. Vielmehr steht die Person im Vordergrund. Kinder und Jugendliche können sich körperlich, geistig und spirituell entwickeln. Es gibt keinen Leistungsdruck. Sondern es geht vielmehr um das Ausloten der eigenen Leistungsgrenzen“, erklärt Trainer Klaus Hinteregger vom Taekwon-do Feldkirchen. Daher können auch körperlich beeinträchtigte Personen diese Sportart ausführen. „Wir hatten auch schon jemanden, der im Rollstuhl trainierte.“

Grundwerte vermitteln

Vermittelt werden auch die Grundwerte: Respekt, Disziplin und Höflichkeit. Man respektiert sein Gegenüber, der nicht Gegner, sondern Partner ist. „Die Kinder und Jugendlichen lernen auch, dass ihnen die Gruppe weiterhilft, sie unterstützt und trägt. Der Umgang mit und im sozialen Umfeld wird geschult – und das trägt einen durchs Leben“, erklärt Hinteregger.

Emotion im Griff

Man lernt aber auch, seine Emotionen im Griff zu haben. „Der Knackpunkt bei Kindern und Jugendlichen liegt darin, dass es für sie schwer ist, Ruhe zu bewahren. Zuschlagen ist leicht, aber passiv zu bleiben, schwer. Wir lernen, uns nicht von unseren Emotionen leiten zu lassen. Sondern erst nachzudenken, bevor wir handeln“, so der Trainer, dem aber auch der Spaß beim Unterricht und die Vermittlung von Freude an der Bewegung wichtig sind.

T R A I N I N G

Di. + Do., 17-18 Uhr, NMS 1 Feldkirchen (Saal 1), 14 Tage kostenloses Probetraining, Einstieg: jederzeit, monatlich 30 Euro. Tel.: 0650/92 66 966 feldkirchen@taekwondo-austria.com

Bürgermeister Martin Treffner: „Anders als bei den üblichen Taekwon-do Arten, wird beim traditionellen Taekwon-do auf Körperkontakt völlig verzichtet. Es ist zwar eine Selbstverteidigungsart, aber Wettkämpfe fehlen hier. Dennoch erlernt man sämtliche Fuß- und Handtechniken. Das Wissen, sich verteidigen zu können, der Respekt anderen, aber genauso sich selbst gegenüber, die Freude an Bewegung sowie Gesundheit und Wohlbefinden stehen in dieser vielseitigen Sportart im Mittelpunkt. Respekt, Disziplin und Höflichkeit zählen hierbei zu den Grundwerten. Denn obwohl man seinen Trainingspartner bei den Übungen nie berührt, ist Takewon-do dennoch eine Kampfsportart. Was im Karate „Kata“heißt, ist beim Takewon-do „Hyong“. Diese einstudierte Bewegungsabfolge verlangt gerade von Kindern ein hohes Maß an Konzentration. Eine Sportart, die sicherlich Basis-Grundwerte fürs Leben vermittelt. Es ist gut, dass auch der kontrollierte Umgang mit negativen Emotionen geübt wird. So kann man bestens gewappnet durchs Leben gehen: Gestärkt durch die Gruppe, gestärkt durch den Sport, gestärkt durch geschaffene Werte.“

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