Gut leben in der Region: Netzwerke schaffen und Know-how einholen

Gut leben in der Region: Netzwerke schaffen und Know-how einholen

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Vorreiterprojekte aus Kärntner Gemeinden wurden im Amthof Feldkirchen bei der Veranstaltung: „Best Practice Beispiele – Leben in der Region“ präsentiert. Das erklärte Ziel der Organisatoren Regionalentwicklung kärnten:mitte und Plattform Zivilgesellschaft Kärnten: Wissen weitergeben und Netzwerke aufbauen. 

Das tägliche Leben spielt sich in den einzelnen Regionen ab. „Wichtig ist, zu eruieren, was die Menschen in den jeweiligen Gemeinden brauchen“, betont Zivilgesellschaft-Generalsekretär Mag. Simon Trießnig. „Abgestimmt auf die Bedürfnisse der Menschen ist es wesentlich, entsprechende Projekte umzusetzen“. Dazu müsse man „das Rad nicht immer neu erfinden“, sondern könne sich an bereits erfolgreich laufenden Projekten in anderen Gemeinden orientieren. Erforderlich ist dazu ein Know-how Transfer. Also das Weitergeben von Wissen und Erfahrungswerten, die im Zuge eines Projektes gesammelt worden sind.

Beispiel gebend
Impulspräsentationen gab es genug: So stellte sich der Verein „vitamin R – Zentrum für Familie, Soziales und Gesundheit aus Radenthein vor, der viele verschiedene Angebote für Eltern und Familien bereitstellt, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen werden. Ein erfolgreiches Projekt in mehreren Oberkärntner Gemeinden ist das „Dorfservice – Verein für Familien-, Haushalts- und Betriebsservice“, das unter dem Motto „Die Kraft aus dem Miteinander“ steht und Lücken im sozialen Netz schließt. Ebenfalls in Oberkärnten beheimatet ist der Verein „FamiliJA-Familienforum Mölltal – Verein für Gesundheit, Familie und Soziales“. Außerdem wurde die regionale Integrationsstrategie der Caritas und das „s`Fachl“ Villach und Klagenfurt als alternatives Shop Konzept als Zukunftsmodell für Direktvermarktung präsentiert.

Mehr Lebensqualität
Bei all diesen Beispielen geht es um Hilfestellungen für die Einwohner der Gemeinden und um eine Steigerung der Lebensqualität. Diese Best Practice Beispiele können auch Anregungen für die Gemeinden in Mittelkärnten sein! „In Feldkirchen haben soziale Themen einen großen Stellenwert“, betont auch Tiebelstadt-Bürgermeister Martin Treffner, der in dem Zusammenhang auf die Studienzweige der Fachhochschule sowie auf die Tätigkeitsfelder der Diakonie Waiern verweist. „Die Entwicklung von nachhaltigen Projekten im Sinne der Menschen der Region ist uns ein ganz wesentliches Anliegen“.

Region stärken
Die Regionalentwicklung kärnten:mitte verfolgt das Ziel, den ländlichen Raum wirtschaftlich, sozial und kulturell zu stärken. Einer der Schwerpunkte der lokalen Entwicklungsstrategie ist das Gemeinwohl, Soziales und die entsprechenden Strukturen. „Wir begleiten, beraten und unterstützen Projektträger bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten“, erklärt Dr. Andreas Duller, Geschäftsführer der Regionalentwicklung kärnten:mitte, der neben dem LEADER-Förderprogramm der EU auch soziale Projekte zusammen mit dem AMS Kärnten wie etwa die „Radwegpflege“ durchführt. Dabei erhalten langzeitarbeitslose Personen innerhalb ihrer Heimatgemeinde eine Beschäftigung. „Die Regionen stehen vor Herausforderungen – sei es die Digitalisierung, die Globalisierung sowie Gesellschaftsformen“, so Dr. Markus Bliem vom Amt der Kärnter Landesregierung, Abteilung 1, Strategische Landesentwicklung. „Die Entwicklung von Projekten, die auf die Bedürfnisse der Gemeinden maßgeschneidert sind, haben große Priorität“.

Fazit
Einzelne Regionen können voneinander lernen und sollen nicht in Konkurrenz stehen. Es geht daran, wesentliche Ziele zu verfolgen, erfolgreiche Initiativen weiterzugeben, gemeinsame Initiativen in Angriff zu nehmen, Netzwerke schaffen und Projekte zu initiieren. Es ist geplant, diese Veranstaltung fortzuführen.

Foto 4 kl web

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