Die neue Kärntner Wohnbauförderung

Die neue Kärntner Wohnbauförderung

Durch die seit 1. Jänner 2019 geltenden neuen Richtlinien des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes gibt es mehr Unterstützung für MieterInnen, Häuslbauer und Sanierer.

Bereits seit Jahresbeginn gilt die neue Wohnbauförderung des Landes Kärnten und sieht einige Änderungen vor.

Kurzgefasst

Landeshauptmann-Stellvertreterin und Wohnbaureferentin Gaby Schaunig fasst die wichtigsten Änderungen zusammen: „Jungfamilien erhalten 12.000 Euro Förderung statt der ursprünglichen 10.000 Euro. Für jedes Kind wird zusätzlich ein Bonusbetrag von 1.000 Euro ausgezahlt. Der Bonusbetrag für Bauen im strukturschwachen ländlichen Raum wurde von 5.000 auf 7.000 Euro angehoben. Für niedrige Einkommen wird eine Zusatzförderung von 3.000 Euro ausgezahlt.“

Umweltbonus

Weiters wurde der Häuslbauerbonus von 7.000 Euro auf 12.000 Euro angehoben. Bis zu 15.000 Euro werden sogar ausgezahlt, wenn es sich um ein Niedrigstenergiegebäude handelt. Auch die Förderung für energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen wurde von 30 auf 35 Prozent angehoben. Der Zuschuss für den Austausch von Heizungsanlagen von fossiler auf erneuerbare Energie in Eigenheimen wurde von 3.000 auf bis zu 6.000 Euro verdoppelt. Die Förderung für Solaranlagen wurde von 3.150 auf bis zu 3.750 Euro angehoben, für Photovoltaikanlagen gibt es in Zukunft bis zu 2.400 statt 1.400 Euro und zudem wurde eine völlig neue Förderung ins Leben gerufen: 2.000 Euro Zuschuss winken für den erstmaligen Einbau eines Solarstromspeichers.

Zinssenkung

Als zusätzlichen Anreiz für den Bau eines Eigenheimes werden die Zinsen von Wohnbauförderungskrediten von 1% auf 0,7% gesenkt – und zwar mit einem fixen Zinssatz für die nächsten
20 Jahre.

Bürokratieabbau

Ein weiterer Schritt zum Bürokratieabbau wurde beim Förderansuchen umgesetzt: So ist es in Zukunft nicht mehr notwendig, den Grundbuchauszug anzufordern, Sachbearbeiter drucken diesen aus.

Sanierung bevorzugt

Das neue Gesetz konzentriert sich auf günstige, erneuerbare Energien im Sinne der Umwelt und der Sparsamkeit. Das bedeutet aber auch, dass Sanierungen als Alternative zu Abriss und Neubau erwünscht sind. Gerade im Bereich der Sanierung und der Adaptierung gibt es viel mehr Möglichkeiten, als man gemeinhin glaubt: Ein großes Haus, das nicht mehr von einer Großfamilie genutzt wird, kann zu drei Kleinwohnungen umgebaut werden. Und der Altbestand so in eine neue Generation getragen werden. Eine derartige Nutzungsvielfalt lässt sich aber schon beim Neubau einplanen, damit sich spätere Umbauten und Adaptierung problemlos und kostengünstig umsetzen lassen. Bei der richtigen Beratung können im Vorfeld die baulichen Konsequenzen solcher Umbauten oder Sanierungen erläutert und auch die rechtlichen, vor allem steuerrechtlichen Fragen geklärt werden.

K O N T A K T

Amt der Ktn. Landesregierung

Mießtaler Str. 1, 9020 Klagenfurt, T 050 536 31002
www.wohnbau.at

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