Diakonie Waiern: Neue Spezialklinik für Ess-Störungen wurde heute eröffnet

Diakonie Waiern: Neue Spezialklinik für Ess-Störungen wurde heute eröffnet

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Dr. Gustav Raimann (ärztlicher Leiter), Mag. Arnold Maier (Verwaltungsdirektor), Pfarrer Dr. Mag. Hubert Stotter (Rektor der Diakonie de La Tour)

Die Diakonie de La Tour eröffnete heute offiziell ihre neue Spezialklinik für Essstörungen „Sarepta“.  Dort wird ein hochgradig spezialisiertes Behandlungskonzept für Anorexie (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brechsucht) angeboten. Die ersten Patienten beziehen am 23. Oktober die offen und hell gestalteten Räumlichkeiten. Der Nachfrage ist groß, die ersten Durchgänge sind bereits ausgebucht.

Im 3. Stock des Krankenhauses Waiern der Diakonie de La Tour wurde heute die Spezialklinik für Essstörungen eröffnet. Diese neue Sarepta-Klinik basiert auf dem Behandlungskonzept des Psychologen Dr. Dieter Weber, der mit seinem „Kurheim Paracelsus“ in Villach fast vier Jahrzehnte lang große Therapieerfolge bei Magersucht und Ess-Brechsucht erzielen konnte. „Aufgrund der hohen Mortalitätsrate von bis zu 15 Prozent brauchen Magersüchtige dringend eine Möglichkeit der stationären Behandlung,“ sagt Dr. Gustav Raimann, Ärztlicher Leiter der Sarepta-Klinik.

Erfolgreiches Konzept
Der Heilerfolg liegt hier bei 70-80 Prozent, bezugnehmend auf einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren. Ein Erfolg, auf dem man in Waiern aufbaut: Jeweils zwölf PatientInnen werden über einen Zeitraum von sechs Wochen stationär aufgenommen, danach folgt eine sechsmonatige ambulante Nachbetreuung. Neben psychiatrischer und internistischer Diagnostik wird inhaltlich ein mutimodaler Ansatz verfolgt. Moderne Verhaltenstherapie sowie Elemente aus der Familien- und Gestalttherapie und der Dialektisch-Behavioralen Therapie fließen in das Behandlungskonzept ein.

Essen & Psyche
„Wir versuchen die Ursache der Erkrankung psychologisch aufzuarbeiten. Wir wollen wissen, was die Faktoren, die Auslöser sind und das Übel sozusagen an der Wurzel zu packen“, informiert der ärztliche Leiter, Dr. Gustav Raimann. Zudem wird die Last der Ernährung dem Patienten hier abgenommen. Raimann: „Das Essen ist das Medikament, damit sich der Körper erholen kann. Wir führen auch Gewichtskontrollen durch und vermitteln ein Gefühl der Sicherheit.“ Fazit: Man setzt hier sowohl bei der Ernährung als auch sehr intensiv bei der Psyche an.

Wohlfühl-Ambiente
In der „Happy Hour“ beispielsweise wird mit Bauchtanz, Yoga und Gestaltungstherapie gemeinsam entspannt und gelacht. In den Zimmern können, auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte, ätherische Öle zum Einsatz kommen. Es gibt u.a. auch Öl-Kompressen und Aroma-Massagen. „Düfte tun der Seele gut. Es ist wichtig, dass sich unsere Patienten hier bei uns wirklich wohlfühlen, um wieder gesund zu werden“, erklärt Abteilungsleiterin DGKP Gudrun Bogensberger. So wurde die Klinik auch hell und mit freundlichen, bunten Farben gestaltet. Mit freien Blick auf die grüne Landschaft.

Neue Arbeitsplätze & Kooperation
„Die Investitionen der Diakonie de La Tour für die Spezialklinik belaufen sich auf rund eine Million Euro, der Standort Waiern in Feldkirchen wird somit erneut aufgewertet“, betont Mag. Walter Pansi, Wirtschaftsdirektor der Diakonie de La Tour. Verwaltungsdirektor Mag. Arnold Maier: „Wir konnten hier auch zwölf zusätzliche Arbeitsplätze schaffen!“ „Wir freuen uns, dieses innovative Behandlungskonzept in unserem Haus anbieten zu können,“ sagt Pfarrer Dr. Mag. Hubert Stotter, Rektor der Diakonie de La Tour.„Mit dem Krankenhaus de La Tour in Treffen und den Ambulanzen in Villach, Spittal und Wolfsberg verfügen wir über langjährige Expertise im Bereich der Suchterkrankungen.“ Dr. Raimann: „Die Verknüpfung mit dem Krankenhaus Waiern, die Vernetzung mit der Universitätsklinik Graz, dem Institut für Verhaltenstherapie in Salzburg und mit Kliniken in der Schweiz und Deutschland erlauben eine zeitgemäße und hochspezialisierte Arbeitsweise.“

 

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