Ein Blick hinter die Christbaum-Kulisse: Schönheit braucht Zeit und Pflege

Ein Blick hinter die Christbaum-Kulisse: Schönheit braucht Zeit und Pflege

Hätten Sie gewusst, dass ein über 1,80 Meter großer Christbaum bis zu zehn Jahre Wachstumszeit benötigt? Interessante Fakten rund um unseren lieben Weihnachtsbrauch.

Bald ist Weihnachten. Nicht mehr lange, dann wird in den Wohnungen wieder eine ganz besondere Pflanze in den Mittelpunkt gerückt. Richtig, der Christbaum. Heimische Bäume werden natürlich auch heuer wieder im Bezirk Feldkirchen angeboten. Stellvertretend für die regionalen Christbaum-Bauern gewährt Günther De Zordo aus der Reggen bei St. Ulrich und Mitglied der ARGE der Kärntner Christbaumbauern einen Blick hinter die Kulissen. Seit rund zwei Jahrzehnten bewirtschaftet Familie De Zordo eine in etwa neuen Hektar große Fläche auf der derzeit ca. 40.000 Bäumen. „Die Pflanzen beziehen wir von einem Österreichischen Händler, der selbst züchtet. Wenn diese zu uns kommen, sind sie schon mehrere Jahre alt, aber immer noch sehr klein. Denn vom Samen bis zur Pflanze, das dauert schon seine Zeit“, weiß Andrea De Zordo.

Großer Christbaum wächst ein Jahrzehnt

„Ein Tischbäumchen braucht bei uns dann noch einmal drei bis 4 Jahre Zeit zum Wachsen“, so Günther De Zordo. Ein 1,80 m langer Baum benötigt in etwa sieben bis zehn Jahre, je nachdem wie schnell der Baum wächst und um welche Sorte es sich dabei handelt. Der Profi-Tipp: „Jede Kranzreihe entspricht einem Wuchsjahr, so kann man selbst abzählen, wie alt ein Baum ist!“

Pflege bevorzugt

Angehende Christbäume werden gerne verwöhnt. Dabei benötigen die kleinen Pflanzen die intensivste Betreuung: „Wir müssen diese ständig vom Gras befreien.Wächst es über die Triebe, dann verkümmern diese beziehungsweise haben später keine Nadeln“, informieren die Reggner Baumbauern. Von der Aufzucht bis zur Ernte fallen somit unzählige Arbeitsstunden an, denn die Pflanzen verlangen nach einer Ganzjahresbetreuung. „Da wir keine Spritzmittel einsetzen, wird ab Mai jede Kultur drei bis viermal ausgemäht. Jeder Baum wächst von Natur her nicht immer gleichmäßig, deshalb bessern wir händisch mit der Astschere nach“, erklärt Günther De Zordo. Anfang Dezember, je nach Mondphase, schneidet die Familie ihre Bäume und bietet diese zum Verkauf an (Feldkirchen beim Merkur, Moosburg neben der Feuerwehr). Tipp: „Christbäume selber schneiden“ in Micheldorf bei Feldkirchen am 12./13. und 18.-20. Dezember, 9-16Uhr.

Nachzucht

Beginnend mit dem Monat März entfernt die Familie Schnittreste und Baumstümpfe. Dann werden die Bäume, die im Vorjahr entfernt wurden, sofort wieder nachgesetzt, damit kein Lehrstand in der Kultur entsteht. Hier sind dies über 20 verschiedene Sorten der Nordmanntanne. „Es war eine Herausforderung, die richtigen Sorten für unsere Böden und unser Klima zu finden. Hier ist besonders der späte Frost im Mai ein großes Thema“, so De Zordo.

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