Wir setzten die meisten Täter schachmatt!

Wir setzten die meisten Täter schachmatt!

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Erfolgreich im Kampf gegen Drogenkriminalität: „Polizisten des Jahres 2017“Gruppeninspektor Michael Malle & Bezirksinspektor Herbert Moser mit Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann.

Feldkirchens Beamte sind auf der Überhol-Spur. So trumpfte die Polizei im Bezirk Feldkirchen mit einer überdurchschnittlich hohen Aufklärungsrate auf. Weiters wurden zwei Feldkirchner Polizisten dank ihres enormen Einsatzes aus über 2.200 Kandidaten zum „Polizist des Jahres 2017“ gekürt.

Körperverletzung, Drogenmissbrauch, sexuelle Übergriffe… Im letzten Jahr krempelten die Feldkirchner Polizeibeamten wieder tatkräftig die Ärmel hoch und klärten über zwei Drittel (!) von insgesamt 983 strafrechtlichen Delikten auf. Bezirkspolizeikommandant Arnold Holzmann betont: „Damit liegen wir in Kärnten an der Spitze und deutlich über dem Schnitt!“ Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden kärntenweit nämlich „nur“ knapp über die Hälfte der Straftaten gelöst. „Im Jahr 2016 betrug der Kärntenschnitt 50,7 %. Dass sie im Vorjahr 55,4 % betrug, ist auch auf unsere gute Arbeit hier im Bezirk Feldkirchen zurückzuführen“, so Holzmann.

Hoher Einsatz
Der enorme Erfolg ist nur möglich dank einer hohen Motivation der Beamten, Einsatzwillen, ausgezeichnetem Teamwork, fachlicher Kompetenz und dem guten Draht zu den Menschen.

Akribische Aufklärungsarbeit
„Meist ist der Weg vom Fall bis zur Aufklärung sehr mühevoll und detailreich“, erklärt Holzmann. Verdächtige, Zeugen sowie Opfer müssen befragt und einvernommen werden. „Eine immer wichtigere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Spurensicherung“, weiß der Bezirkspolizeikommandant. Gute Tatortarbeit mit Spurensicherung, Vermessung, fotografischer Dokumentation und Beschreibung ist somit der Garant zum Erfolg. Holzmann: „Würden wir nicht so korrekt vorgehen, wäre zudem die Signalwirkung fatal!“

Abschreckung
Denn jeder aufgeklärte Fall birgt auch eine gewisse Abschreckung in sich – für den hinter Schloss und Riegel sitzenden Täter sowie für potentielle Nachahmer. Holzmann: „ Viele bestrafte Täter bedenken die unangenehmen Folgen vor einer neuerlichen Tatbegehung – ob die Sache das Wert ist und ob sie sich das nochmals antun wollen!“ Doch auch Menschen im Dunstkreis der Täter überlegen sorgfältig. Holzmann: „Sie kriegen mit, dass wir den Missetäter aufgedeckt haben. Das schreckt ab! Und sie wissen – wie das beispielsweise bei Drogendelikten der Fall ist – dass die Behörden jetzt alle Daten und Fakten zu ihrer Person vorliegen haben.

Kommissar Zufall
Manchmal, wenn auch nur selten, hat Kommissar Zufall seine Hände im Spiel. So führte im Zuge einer Routineermittlung in einem Fall von „Nötigung im Straßenverkehr“ ein Mosaiksteinchen zum nächsten. Holzmann: „Was mit einem banalen Fall begann, endete in der Aufklärung von rund 20 Delikten!“ Dabei war die Nötigung das geringste Übel. Die Spuren führten in die Rotlicht-Szene einer anderen Bezirksstadt und reichten von Diebstahl, Drogenmissbrauch, illegalem Waffenbesitz und Körperverletzung bis hin zu mafiosen Strukturen. „Alle aufgedeckten Delikte konnten lückenlos geklärt werden. Mehrere Täter wurden entlarvt. Der Haupttäter sitzt bereits in Haft!“, erzählt Holzmann.

Feldkirchner Polizisten geehrt
Erfolge, die nun auch eine Ehrung nach sich zogen. Im Casineum in Velden fand kürzlich das Frühlingskonzert der Landespolizeidirektion statt. Im Zuge des Konzertabends erfolgte die Ehrung des Polizisten des Jahres 2017. Heuer fiel die Wahl gleich auf zwei Beamte – und zwar aus Feldkirchen! Die Kriminalisten der Polizeiinspektion Feldkirchen, Bezirksinspektor Herbert Moser und Gruppeninspektor Michael Malle, arbeiten bereits seit vier Jahren im Team. Sie konnten durch ihren herausragenden, persönlichen Einsatz und ihr Engagement – vor allem im Bereich der Suchtgiftkriminalität – schon mehrere hundert Delikte erfolgreich bearbeiten.

Erfolgsschlag gegen Drogenmissbrauch
Genaugenommen hatte das Beamten-Duo 2014 rund 130 Suchtgiftdelikte zu bearbeiten. Bereits ein Jahr später ist aufgrund des massiven Einsatzes und der erfolgreichen Aufklärungsarbeit die Zahl der angezeigten Fälle auf 40 gesunken. So wurde die Gesamtkriminalität im Bezirk um über 11 % nach unten gedrückt und hält sich im niedrigen Bereich. Holzmann:„Ich wage zu behaupten, dass das in Österreich einzigartig war!“ Moser und Malle sind sich einig: „Unsere Motivation liegt darin, die Jugend vom Suchtgift fernzuhalten bzw. wegzubringen!“ Dass dafür die Dienststunden allein nicht reichen, liegt auf der Hand. Moser: „Es ist immer ein Vorteil, wenn man sich auch privat gut versteht. So ist das bei uns der Fall. Wir rufen uns daher auch öfters in unserer Freizeit zusammen, um beispielsweise kompliziertere Fälle zu besprechen. Oder auch, wenn einem plötzlich etwas einfällt, das uns weiterbringen könnte!“ Die Beamten, die viel sehen und erleben, haben für Eltern einen Tipp parat. Moser: „Es ist wichtig, sich mit Kindern zu beschäftigen, für sie da zu sein. Das Vertrauen zu den Eltern wächst über die Jahre. Kinder und Jugendlichen sich selbst zu überlassen (Schlüsselkinder) kann schlimm enden. Jugendliche haben mit Sorgen zu kämpfen. Drogendealer gehen darauf ein und bieten scheinbar eine Lösung. Der Teufelskreis beginnt. Eltern sein bedeutet für mich Verpflichtung und auch einen gewissen Verzicht auf Luxus. Man muss nicht immer alles haben!“

Bürgermeister Martin Treffner: „Ich gratuliere und danke den Beamten der Polizeiinspektion Feldkirchen von ganzem Herzen für ihre tolle Arbeit, die sie tagtäglich leisten. Wer zwei Drittel aller angezeigten Fälle löst, muss sich schon sehr dahinterklemmen. Auch, oder gerade in der Freizeit! Dass zudem auch noch zwei Feldkirchner Drogenkriminalbeamte zum „Polizist des Jahres 2017“ ernannt wurden, unterstreicht den erfolgreichen Weg der Polizeiinspektion Feldkirchen nochmals. Herzliche Gratulation an dieser Stelle an GI Michael Malle und BI Herbert Moser. Viele der Beamten haben selbst Familie und Kinder. Sieht man, wie Jugendliche in den Drogensumpf geraten, will man sich so eine Zukunft für seine Kinder nicht vorstellen. Umso mehr ist man bestrebt, hier präventiv tätig zu sein und die Drogenkriminalität weiterhin zu senken. Wichtig ist hier auch der Beitrag der Beamten an unseren Schulen. Michael Lamprecht und Herwig Röttl sind in Sachen Prävention unterwegs und behandeln Themen von Cybermobbing über Gewalt bis hin zum Selbstwertgefühl. Auch über Rechtliches „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ wird aufgeklärt.“

Bezirkspolizeikommandant Obstlt. Arnold Holzmann: „Ich freue mich sehr für die Kollegen GI Michael Malle und BI Herbert Moser. Es ist schon eine besondere Anerkennung, wenn man aus über 2.200 Bewerbern, zum „Polizist der Jahres 2017“ ernannt wird. So was erreicht man vielleicht nur einmal in seinem Leben. Normalerweise wird diese Auszeichnung nur an eine Person überreicht. In diesem Fall arbeiten Malle und Moser als erfolgreiches Duo zusammen. Daher ging die Auszeichnung, ich glaube sogar erstmalig, an zwei Polizisten. Das ist ein Zeichen eines erfolgreichen Weges. Eines Weges, den die Polizei im Bezirk Feldkirchen schon über Jahre hinweg geht. Das hat auch die jüngste Kriminalstatistik (2017) unter Beweis gestellt. Wir konnten über zwei Drittel der angezeigten Fälle im Vorjahr aufklären. Damit liegen wir mit 66,5 % als Spitzenreiter in Kärnten um 10,1 % über dem Landesschnitt. Um die Kriminalität weiter einzudämmen, haben wir in Kooperation mit der Stadtgemeinde Feldkirchen – mit Bürgermeister Martin Treffner und Stadtrat Herwig Röttl – eine bessere Ausleuchtung der Innenstadt erwirkt. Vor allem im Bereich der Feldkirchner Nachtszene am Rauterplatz. Seit über 20 Jahren setzten wir auch auf Prävention. Im Bezirk sind gleich mehrere Beamte in den Schulen unterwegs.“

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Little-Italy Sommer 2018