Auf den Spuren des römischen Dichters Ovid

Auf den Spuren des römischen Dichters Ovid

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Über 30 lateinkundige Schüler der 7. und 8. Klasse des BRG Feldkirchen besuchten mit ihren Professorinnen Mag.ª Barbara Scheriau-Kollmann und Mag.ª Michaela Flügel die Marionettenszene „Philemon und Baucis“ (dargestellt von Figuren des Siegfried Wehrle) in der ehemaligen Volksschule in Feldkirchen. Dort erwartete sie ein hochkarätiges Programm. Denn Archivkurator Dr. Hans Neuhold hatte das Bühnenbild unter dem Motto „Ovid 2000“ zusammengebaut und so die Geschichte des römischen Dichters wiederauferstehen lassen.

Mythologie oder Christentum?
Am Programm stand das mythologische Werk des römischen Dichters Ovid, die so genannten „Metamorphosen“. Dabei handelt es sich um einen lateinischen, in Hexametern, abgefassten Text. „Dieser konnte von den Schülern gekonnt rezitiert werden“, freut sich Neuhold. Zum Inhalt: Die Götter Jupiter und Merkur, als Wanderer verkleidet, werden überall abgewiesen. Schlussendlich finden sie aber bei dem greisen Ehepaar „Philemon und Baucis“ eine Bleibe. Zum Dank verwandeln sie die Hütte in einen Tempel und verschaffen den beiden als Tempelpriester ein glückliches Leben. „Er hat seine „Metamorphosen“ in den Jahren 1 bis 8 n. Chr. geschrieben, also in einer Zeit, als Christus gelebt hat. Bemerkenswert ist daher die zeitliche Übereinstimmung der mythologischen Erzählung mit der christlichen Realität der Herbergsuche Marias und Josefs“, betont Neuhold. Die Schüler „feierten“ Ovids Jubliäum anschließend mit Apfelsaft und Lebkuchen. Bürgermeister Martin Treffner überbrachte ihnen seinen persönlichen Weihnachtsgruß und Neujahrswunsch.

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