Krampus und Nikolaus hausen im Stadtmuseum

Krampus und Nikolaus hausen im Stadtmuseum

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Krampusmaske und  Nikolauskostüm. Beide Exponate sind im Stadtmuseum Feldkirchen vorzufinden. Die Krampusmaske entstammte den fähigen Händen von Professor Peter Koller (1907–1996), der auch die Volkswagenstadt Wolfsburg konstruierte. Koller bewirtschaftete in den 30er Jahren den bäuerlichen Hof seines Vaters im Tiffener Winkel. Dort fertigte er auch die Maske nach Vorbild des damaligen Feldkirchener Krampuses an. Das Nikolauskostüm stammt von seiner Tochter Monika Simeth. Museumskurator Dr. Hans Neuhold: „Sie verwendete beide Erinnerungsstücke bei einer Nikolausfeier in Wolfsburg und übermittelte sie nach ihrem Besuch in Feldkirchen im Juli 2017 an mich mit der Bitte, sie im Museum aufzustellen. Außerdem überließ sie dem Museum eine von ihrem Vater gefertigte Anstecknadel mit dem Bild der Milesikapelle, deren heutigen schadhaften Zustand sie bedauerte. Sie erinnert sich gern an die Zeit, als sie vom Tiffner Winkel täglich zu Fuß in die Feldkirchener Volksschule unterwegs war.“

Zur Person Peter Koller
Ab 1960 unterrichtete Architekt Peter Koller als ordentlicher Professor an der Technischen Universität Berlin und recherchierte dort über die Topologie der Stadt Feldkirchen i.K. Die Kopie seiner Rekonstruktion des Marktplatzes des 12. Jahrhunderts ist im Museumsarchiv zu sehen. 1972 zog sich Professor Koller auf einen Bergbauernhof in der Nähe von Arriach zurück. Drei Jahre später redigierte er die Erstausgabe des Feldkirchener Stadtbuchs, indem er die unterschiedlichen Beiträge stilistisch vereinheitlichte und für die Endfassung vorteilhaft formulierte. Brigitte Bader bezeichnete ihn als den Vater ihres Buches „Feldkirchen im 19. Jahrhundert“.

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