103.300,- Euro für an Krebs erkrankte Kinder in Kärnten

103.300,- Euro für an Krebs erkrankte Kinder in Kärnten

Das 13. Frühlingsfest in Glanhofen spielte die Rekordsumme von 103.300 Euro ein. Nun erfolgte die Scheckübergabe im ELKI Klagenfurt. Die Kärntner Kinderkrebshilfe, die keine staatliche Unterstützung erhält und zu 100 % auf Spenden angewiesen ist, unterstützt damit Familien, deren Kinder an Krebs erkrankt sind.

Kürzlich fand die offizielle Übergabe des sensationellen Reinerlöses des 13. Frühlingsfestes in Glanhofen in der Höhe von € 103.300,- an die Kärntner Kinderkrebshilfe im ELKI Klagenfurt statt.

Das heurige Frühlingsfest in Glanhofen spielte die unglaubliche Rekordsumme von 103.300 Euro ein. Den Scheck mit der stolzen Summe überreichte im Eltern-Kind-Zentrum Klagenfurt kürzlich Bürgermeister Martin Treffner im Beisein von Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch, Abteilungsvorstand der Kinder- und Jugendheilkunde, an die Obfrau der Kärntner Kinderkrebshilfe Evelyn Ferra.

Wichtige Stütze

„Die Arbeit der Kärntner Kinderkrebshilfe ist extrem wichtig. Erkrankt ein Kind an Krebs, leidet die ganze Familie mit. Ein Elternteil, meist die Mütter, geben ihre Arbeit auf und sind ausschließlich für ihr krankes Kind da. Auf den Vätern lastet ein höherer Druck. Neben der finanziellen kommt auch die seelische Not dazu, die auch Geschwister belastet“, weiß Kaulfersch aus Erfahrung. Hier greift die Kärntner Kinderkrebshilfe. Sie unterstützt in erster Linie Familien finanziell wie psychologisch, hilft aber auch dem Krankenhaus.

Auf der Kinderkrebsstation im ELKI Klagenfurt werden die jungen Patienten bestens betreut. Im Bild: Die ehemalige und nun vollkommen geheilte Leukämie-Patientin, Artiola Koxheri, studiert nun selbst Medizin. Hier untersucht sie, unter Anleitung von Abteilungsvorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Kaulfersch, ein Kleinkind.

Lebens-Raum

Kaulfersch: „So konnten wir eine Eltern-Kind-Küche schaffen und ein Spielzimmer mit einem Aquarium. Ein kleiner Lebensraum auf Zeit sozusagen.“ Denn an Krebs erkrankte Kinder sind oft sehr infektanfällig, weshalb sie besonders geschützt werden müssen und manchmal nicht Heim dürfen. Deshalb sind auch alle Räume als Doppelzimmer gestaltet, damit ein Elternteil da sein kann. „Auf unserer Station ist zum Beispiel auch „Tante Margit“ von der Kärntner Kinderkrebshilfe unterwegs. Sie nimmt sich Zeit, um mit erkrankten Kindern zu spielen oder mit Eltern über deren Sorgen und Probleme zu sprechen“, erklärt Kaulfersch.

Heilungs-Fortschritte

15 bis 18 Neuerkrankungen pro Jahr werden in der Kinderkrebsstation Klagenfurt aufgenommen. Dabei ist die Aufnahme abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Am häufigsten tritt im Kindesalter die Leukämie auf. Früher ein Todesurteil. „80 bis 90 Prozent der jungen Patienten verstarben. Seit 20 bzw. 30 Jahren hat sich das umgekehrt. Jetzt liegt die Heilungsrate bei 90 Prozent. Für den Erfolg ausschlaggebend, war und ist, dass alle krebsbehandelnen Zentren die gleichen Maßnahmen ergreifen und sämtliche Daten darüber gesammelt werden. Nur so kann man auch feststellen, ob ein neuer Therapieansatz wirklich greift“, erklärt der Mediziner. Seit zwei Jahrzehnten setzt der Primarius auf seiner Station auch Homöopathie ein: „Wir haben dieses zusätzliche Angebot geschaffen, da die Therapien und vielen Medikamente auch Nebenwirkungen haben. Sie verursachen bei den Kindern u.a. Erbrechen, Schlafstörungen oder Angstzustände. Wir wollten eine Alternative zu weiteren Medikamenten bieten!“ Ein Angebot, auf das viele betroffene Eltern gerne zurückgreifen.

Beitrat der Kärntner Kinderkrebshilfe und Frühlingsfest-Organisator Martin Treffner: „Im Namen der Kärntner Kinderkrebshilfe möchte ich mich von ganzem Herzen bei Ihnen allen bedanken. Ein unendlich großes DANKESCHÖN an die vielen freiwilligen Helfer, ohne euch würde gar nichts gehen. Ein DANKE an alle Unterstützer, Sponsoren und Künstler. Und ein RIESEN DANKE an die vielen Besucher, die gespendet haben und das Fest zu etwas ganz Besonderem machten!“

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